Menden gedenkt ermordeter Roma und Sinti mit neuem Mahnmal am 9. März 2026

Theo Schmitz
Theo Schmitz
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Ein Steinplakette an einer Wand mit eingraviertem Text, umgeben von Pflanzen unten, wahrscheinlich zum Gedenken an Holocaust-Opfer.Theo Schmitz

Menden gedenkt ermordeter Roma und Sinti mit neuem Mahnmal am 9. März 2026

Neues Mahnmal in Menden ehrt ermordete Sinti und Roma der NS-Zeit

Die offizielle Einweihung des Denkmals findet am 9. März 2026 statt – bewusst gewählt zum 83. Jahrestag der Deportation von 18 Sinti aus der Stadt. Die Feierlichkeit ist das Ergebnis jahrelanger öffentlicher Forderungen nach Anerkennung, darunter eine Bürgerpetition, die 2024 angenommen wurde.

Der Tag beginnt um 17:00 Uhr mit einem Gottesdienst in der St.-Vinzenz-Kirche. Pastor Jürgen Senkbeil wird die Veranstaltung leiten, unterstützt von Schülerinnen und Schülern der Initiative augen auf! sowie Kindern der Anne-Frank-Grundschule. Im Anschluss versammeln sich die Gäste auf dem Kirchplatz zur feierlichen Enthüllung des Mahnmals.

Bürgermeisterin Manuela Schmidt wird die Zeremonie eröffnen und das Denkmal als wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur Mendens bezeichnen. Roman Franz, Vorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma in Nordrhein-Westfalen, wird eine Rede halten. Darin geht es um die rund 500.000 Sinti und Roma, die von den Nationalsozialisten verfolgt wurden – darunter mindestens 46 Menschen aus Menden, viele von ihnen Mütter mit 23 kleinen Kindern, die in Auschwitz-Birkenau ermordet wurden. Zu den Opfern zählten auch sechs Kinder und Säuglinge, die dem Lagerarzt Josef Mengele für grausame Experimente ausgesetzt waren.

Als Ehrengast wird Dr. Bernd Schulte, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalens, anwesend sein. Die Entstehung des Denkmals geht auf einen Beschluss des Mendener Kulturausschusses aus dem Jahr 2024 zurück, der einer lokalen Initiative zur Schaffung einer dauerhaften Würdigung folgte.

Das Mahnmal soll künftig jährlich am 9. März als Ort der Erinnerung dienen. Es dokumentiert die Verbrechen an Sinti und Roma und stellt sicher, dass ihre Geschichten Teil der Mendener Geschichte bleiben. Die Veranstaltung steht zudem für die größeren Bestrebungen, die Verfolgung dieser Minderheiten während der NS-Diktatur anzuerkennen.

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