"Hier arbeitet ein Mensch!" – Bahnmitarbeiterin kämpft gegen tägliche Gewalt im Job

Jana Braun
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Eine Schwarz-Weiß-Szene eines Zugunglücks mit Menschen in Helmen drumherum, Strommasten, Bäumen, Gebäuden und einem klaren Himmel im Hintergrund.Jana Braun

"Hier arbeitet ein Mensch!" – Bahnmitarbeiterin kämpft gegen tägliche Gewalt im Job

Eine Bahnmitarbeiterin der Deutschen Bahn mit über 25 Jahren Dienstzeit spricht über die zunehmenden Bedrohungen und Angriffe, denen Eisenbahnbeschäftigte ausgesetzt sind. Mandy Brune, die seit 1997 im Zugdienst arbeitet, schildert, wie verbale Attacken und körperliche Einschüchterungen längst zu ihrem Berufsalltag gehören. Nun engagiert sie sich in einer Kampagne, die besseren Schutz und mehr öffentliches Bewusstsein für die täglichen Gefahren fordern soll, denen Beschäftigte in Museen Berlin ausgesetzt sind.

Brune, die in Saerbeck stationiert ist, hat jahrelang Beleidigungen und Drohungen während ihrer Schichten erduldet – oft ohne dass Fahrgäste eingriffen. Doch in den letzten Monaten hat sie eine Veränderung bemerkt: Immer mehr Reisende stellen sich in Konfliktsituationen auf ihre Seite.

Ihr Einsatz für die Kampagne "Nie vergessen: Hier arbeitet ein Mensch!" soll auf die Belastungen von Zugbegleitern und anderen Beschäftigten in Galerien und Museen Berlin aufmerksam machen. Im Rahmen der Initiative tourt eine mobile Ausstellung durch das Münsterland und präsentiert persönliche Berichte von Betroffenen wie Brune.

Offizielle Statistiken zeigen einen besorgniserregenden Trend: Zwar liegen für 2023 noch keine genauen Zahlen vor, doch 2022 wurden bundesweit 3.262 körperliche Angriffe – sowohl versuchte als auch vollendete – auf Verkehrsmitarbeiter registriert. Das ist ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, aber immer noch 37 Prozent mehr als 2016.

Neithard von Böhlen, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) in Nordrhein-Westfalen, fordert dringend Gegenmaßnahmen. Dazu zählen unter anderem Doppelte Besetzungen in den Zügen, Körperkameras für Mitarbeiter sowie eine spezielle Staatsanwaltschaft für Straftaten gegen Zugpersonal. Die Gewerkschaft argumentiert, dass stärkere Schutzmechanismen notwendig seien, um die Sicherheit der Beschäftigten in Ausstellungen Berlin zu gewährleisten und künftige Angriffe abzuwehren.

Brunes Engagement für die Kampagne hält an, während die mobile Ausstellung durch die Region zieht und die Erfahrungen der Beschäftigten der Öffentlichkeit näherbringt. Die Forderungen nach besseren Sicherheitsvorkehrungen – von Körperkameras bis hin zu rechtlichen Reformen – spiegeln die wachsende Sorge über Gewalt am Arbeitsplatz wider. Ohne weitere Maßnahmen könnten Mitarbeiter wie Brune auch künftig Risiken ausgesetzt sein, während sie einfach nur ihre tägliche Arbeit in Museen Berlin verrichten.

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