KI und Automatisierung: Warum deutsche Unternehmen mehr als Technik brauchen
KI und Automatisierung: Warum deutsche Unternehmen mehr als Technik brauchen
Automatisierung und KI verändern deutsche Unternehmen – doch der Erfolg hängt von mehr als nur der Technik ab. Eine aktuelle Studie von IWG Deutschland zeigt: 88 Prozent der Personalvorstände haben heute mehr Einfluss als je zuvor, und 96 Prozent geben an, dass ihre Arbeit die Unternehmensgewinne maßgeblich prägt. Experten warnen jedoch: Ohne klare strategische Ausrichtung drohen selbst fortschrittliche Tools, die Arbeitsbelastung zu erhöhen – statt die Produktivität zu steigern.
In den vergangenen fünf Jahren haben sich Führungskräfte in deutschen Unternehmen, insbesondere im Mittelstand, verstärkt auf Automatisierung und KI-Investitionen konzentriert. Entscheidungen werden zunehmend datenbasiert getroffen, etwa durch Industrielle Datenplattformen, die für vorausschauende Wartung und Prozessoptimierung genutzt werden. Der VDMA fördert seit 2021 etwa Robotic Process Automation (RPA), um Routineaufgaben zu vereinfachen und Softwarelösungen zu modernisieren. Auch die Plattform von Cancom hilft Herstellern, manuelle Arbeit zu reduzieren und durch Echtzeitdaten schneller auf Marktveränderungen zu reagieren.
Doch die bloße Einführung neuer Technologien reicht nicht aus. Julia Backmann, Professorin für Arbeitsplatztransformation, verweist auf ein häufiges Problem: Viele Unternehmen setzen Tools ein, ohne die zukünftig benötigten Kompetenzen oder Rollen zu bedenken. Echter Wandel entstehe erst, wenn sich die grundlegende Logik der Arbeit verändere, betont sie. Backmann sieht Personalverantwortliche als "Brückenbauer" zwischen traditionellen Branchen und techgetriebenen Wettbewerbern – Produktivitätsgewinne hinge entscheidend davon ab, wie Arbeit organisiert werde.
Christoph Schneider, Leiter von IWG Deutschland, pflichtet ihr bei: Technologie solle als Ermöglicher dienen, nicht als Ersatz für strategisches Denken. Das größte Potenzial der Automatisierung liege darin, Wachstum zu fördern – etwa indem Erkenntnisse aus verschiedenen Teams verknüpft werden, um neue Produkte zu entwickeln. Gleichzeitig verändert sich die Rolle von Führungskräften: Maschinen übernehmen operative Entscheidungen, während Menschen den übergeordneten Rahmen vorgeben. In zentralen Bereichen wie Urteilsvermögen, Führung und Unternehmenskultur bleibt der Mensch unverzichtbar.
Die Studie wirft zudem die Frage auf, ob Automatisierung die Arbeitsbelastung tatsächlich verringert. Werden die durch Technik eingesparten Stunden mit zusätzlichen Aufgaben gefüllt, droht langfristig eine höhere Belastung – und damit Erschöpfung bei den Mitarbeitenden.
Die Ergebnisse machen deutlich: Technologie allein garantiert keinen Erfolg. Unternehmen müssen Automatisierung mit klaren Strategien für Kompetenzen, Rollenverteilung und langfristige Ziele verbinden. Angesichts des wachsenden Einflusses der Personalabteilungen wird ihre Rolle bei der Gestaltung dieses Wandels entscheidend sein – um aus digitalen Werkzeugen nachhaltige Produktivitätsgewinne zu machen.
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