Kontrollierte Sprengung des Kraftwerks Ibbenbüren am 22. Februar – was Anwohner wissen müssen

Tobias Schwarz
Tobias Schwarz
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Eine große Explosion in der Mitte eines Gebäudes mit Rauch, einer Wand im Hintergrund und Metallobjekten mit einer Tafel unten.Tobias Schwarz

Kontrollierte Sprengung des Kraftwerks Ibbenbüren am 22. Februar – was Anwohner wissen müssen

Sprengung des Kraftwerks Ibbenbüren: Kontrollierte Demolierung am Sonntag, 22. Februar

Am Sonntag, dem 22. Februar, wird der Schornstein des Kraftwerks Ibbenbüren zusammen mit weiteren Anlagen kontrolliert gesprengt. Die Aktion zählt zu den wenigen großflächigen Industrieabrissen in Deutschland der letzten Jahre und erfolgt unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Anwohner im betroffenen Gebiet wurden ausführlich über die notwendigen Schutzmaßnahmen informiert.

Betroffen von der Sprengung sind der Kraftwerksschornstein, die Rauchgasentschwefelungsanlage sowie die Entstickungsanlage. Um Risiken zu minimieren, wurde für etwa 190 Anwohner und 400 Bewohner der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) innerhalb der Sperrzone eine verpflichtende Evakuierung angeordnet. Alle müssen ihre Wohnungen bis 8:00 Uhr an diesem Tag verlassen haben.

Die Zufahrtsstraßen im und um das Sperrgebiet werden gesperrt, Umleitungen regeln den Verkehr. Vor Ort werden rund 120 Einsatzkräfte der Rettungsdienste bereitstehen, um die Maßnahmen zu überwachen. Zudem gilt ein Flugverbot: Drohnenflüge sind in einem Radius von 100 Metern um das Kraftwerk untersagt.

Die Sprengung selbst ist für etwa 11:00 Uhr geplant. Falls die Sicherheitskontrollen wie vorgesehen verlaufen, könnte das Sperrgebiet bereits gegen 12:00 Uhr wieder freigegeben werden. Wer das Ereignis live mitverfolgen möchte, kann dies von einem eigens eingerichteten Veranstaltungszentrum am Rand der Sperrzone tun – Taxidienste stehen für den Transport zur Verfügung.

Für weitere Informationen schaltet die Stadt Ibbenbüren am Sonntag ab 7:00 Uhr eine Hotline unter der Nummer +49 5451 931-3200. Die Behörden weisen zudem darauf hin, dass innerhalb der Sperrzone keine Fahrzeuge auf den Straßen abgestellt werden dürfen, um den Rettungskräften freie Zufahrt zu gewährleisten.

Die Sprengung ist das Ergebnis jahrelanger Vorbereitungen und gehört zu den wenigen großen Industrie-Sprengungen in Deutschland seit 2021. Nach dem Abriss entscheiden Sicherheitsprüfungen, wann Straßen und Gebäude wieder freigegeben werden können. Anwohner und Besucher werden aufgefordert, alle Anweisungen zu befolgen, um Störungen oder Gefahren zu vermeiden.

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