NRW kämpft um Europas erste klimaneutrale Industrieregion – doch die Wirtschaft blockt

NRW kämpft um Europas erste klimaneutrale Industrieregion – doch die Wirtschaft blockt
Nordrhein-Westfalen (NRW) will bis 2045 Europas erste klimaneutrale Industrieregion werden – dieses ehrgeizige Ziel gab das Bundesland 2022 aus. Von Anfang an gab es Skepsis: Kritiker zweifelten, ob ein solch radikaler Wandel überhaupt realistisch sei. Bis 2025 hat NRW zwar Fortschritte gemacht, doch die Spannungen zwischen Wirtschaft und Politik über den richtigen Weg bleiben bestehen.
2022 präsentierte die Landesregierung ihre Vision: Innerhalb von 25 Jahren sollte NRW zur ersten klimaneutralen Industrieregion Europas werden. Gestützt wurde das Vorhaben durch ein drittes Klimaschutzpaket mit 28 Maßnahmen zur Emissionsreduzierung. Bis 2025 waren bereits 12 Dekarbonisierungsprojekte angelaufen, darunter die Abscheidung und Wiederverwertung von CO₂. Über 107 Millionen Euro flossen in erneuerbare Energien wie Solarparks und emissionsarme Fahrzeuge. Zudem entstanden 215 neue Windkraftanlagen, und Städte wie Osnabrück begannen mit der kommunalen Wärmeplanung. Mit dem Bündnis „Heizkeller der Zukunft“ sollte klimafreundliches Heizen für Verbraucher bezahlbarer werden.
Doch die Konflikte zwischen Industrie und Politik verschärften sich. Besonders die chemische Industrie, ein zentraler Wirtschaftszweig in NRW, lehnt das EU-Emissionshandelssystem ab – aus Sorge um die globale Wettbewerbsfähigkeit. Jochen Ott, Fraktionsvorsitzender der FDP im Düsseldorfer Landtag, warnte, das System könnte Unternehmen aus Deutschland vertreiben und Arbeitsplätze kosten. Seine Partei setzt sich nun für eine Verlängerung der kostenlosen Emissionszertifikate ein, um die Belastung für die Wirtschaft zu mildern. Die Grünen, Koalitionspartner der FDP, halten den Emissionshandel dagegen für unverzichtbar, um die Industrie zu modernisieren. Zwar räumen auch sie Anpassungsbedarf ein, bestehen aber auf dem Erhalt des Systems. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betont unterdessen, Klimaziele und industrielles Wachstum müssten im Gleichgewicht bleiben. Doch bis zum Herbst 2025 zeigen sich viele Unternehmen weiterhin unüberzeugt – sie bezweifeln, dass die politischen Maßnahmen wirken, ohne ihre Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden.
NRW hat mit Investitionen in erneuerbare Energien und Reformen im Wärmesektor konkrete Schritte zur Klimaneutralität eingeleitet. Doch die Kluft zwischen den Forderungen der Wirtschaft und den politischen Zielen bleibt. Der Fortschritt wird weiter überwacht, und zusätzliche Evaluierungen sollen sicherstellen, dass sowohl Klimaschutz als auch wirtschaftliche Ziele nicht aus dem Blick geraten.

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