Tausende protestieren in Köln gegen Rassismus und AfD-Politik
Mehr als tausend Menschen zogen am Samstag durch Köln, um gegen Rassismus und rechtsextreme Politik zu protestieren. Die Demonstration war Teil bundesweiter Veranstaltungen zum Internationalen Tag gegen Rassismus. Die Organisatoren hatten mit deutlich größeren Menschenmengen gerechnet, doch erste Zahlen zeigten eine geringere Beteiligung als zunächst erwartet.
Der Protest begann am Südermannplatz, wo sich die Teilnehmenden mit bunten Fahnen und Transparenten versammelten. Viele trugen Schilder mit der Aufschrift "Herz statt Hass" und richteten sich damit gegen Diskriminierung und die rechtspopulistische AfD. Von dort aus zog der Demonstrationszug entlang des Hohenzollernrings in Richtung Rudolfplatz.
Ein satirischer Wagen des Künstlers Jacques Tilly, bekannt für seine provokante Protestkunst, war nahe des Rudolfplatzes ein Höhepunkt der Kundgebung. Tillys Werke hatten in der Vergangenheit bereits mehrfach die AfD auf dem Korn.
Die Kölner Veranstaltung war eine von über 3.600 Aktionen, die am 21. März 2026 in ganz Deutschland stattfanden. Bundesweit rechneten die Organisatoren mit mehr als 300.000 Teilnehmenden bei Märschen, Kulturveranstaltungen und Gemeinschaftsaktionen. Städte wie Berlin, Lüneburg und viele andere veranstalteten ähnliche Demonstrationen im Rahmen des Internationalen Tags zur Beseitigung der Rassendiskriminierung.
Die Kölner Demonstration fiel kleiner aus als von der Polizei zunächst angenommen – statt der erwarteten 10.000 Menschen nahmen etwas über 1.000 teil. Sie folgte Aufrufen des Bündnisses "Köln stellt sich quer" und weiterer lokaler Initiativen. Der Marsch reiht sich ein in eine Welle bundesweiter Aktionen gegen Rassismus und rechtsextremes Gedankengut.






