Tag der offenen Moschee 2025: Begegnungen statt Vorurteile in ganz Deutschland
Tobias SchwarzTag der offenen Moschee 2025: Begegnungen statt Vorurteile in ganz Deutschland
Moscheen in ganz Deutschland öffneten ihre Türen zum Tag der offenen Moschee 2025
In diesem Jahr fiel die Veranstaltung auf einen Freitag und deckte sich damit mit dem wöchentlichen Freitagsgebet. Gäste aller Herkunftslagen waren eingeladen, die islamische Kultur und den Gottesdienst hautnah kennenzulernen.
Die Türkisch-Islamische Kulturvereinigung in Gütersloh ist seit 1987 aktiv. Drei Jahre nach ihrer Gründung erwarb die Gemeinde ihre heutige Moschee. An belebten Tagen versammeln sich dort über 200 Gläubige.
Besucher wie Freya Knight und ihre Großmutter nahmen an Führungen, Gebeten und Vorträgen über den Islam teil. Zum Mittagsgebet füllte sich der Raum bis auf den letzten Platz, während die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Andachten folgten. Zu den Angeboten zählten geführte Besichtigungen und PowerPoint-Präsentationen, die islamische Bräuche erläuterten.
Auch in Bergisch Gladbach beteiligten sich zwei örtliche Moscheen an der Aktion. Der Integrationsbeauftragte Frank Mertens betonte die Bedeutung des Tages für mehr Offenheit und Verständigung. Er hob hervor, dass die Moscheen Gäste unabhängig von ihrer Herkunft willkommen hießen.
Zufällig fiel der Tag der offenen Moschee in diesem Jahr mit dem Tag der Deutschen Einheit zusammen, was der Veranstaltung eine besondere Symbolik verlieh. Allerdings stand der Dachverband Ditib in der Vergangenheit auch in der Kritik. Einige werfen der Organisation vor, zu eng mit der türkischen Religionsbehörde Diyanet verbunden zu sein.
Der Tag der offenen Moschee bot Tausenden die Gelegenheit, islamische Traditionen direkt zu erleben. In Städten wie Gütersloh und Bergisch Gladbach gab es Führungen und Gesprächsrunden. Zwar unterschied sich die Beteiligung von Ort zu Ort, doch das Ziel blieb dasselbe: den Dialog zwischen den Gemeinschaften zu stärken und Vorurteile abzubauen.






