98.000 Euro verschwunden: Frau verklagt Sparkasse wegen verlorenen Sparguthabens
Nina Herrmann98.000 Euro verschwunden: Frau verklagt Sparkasse wegen verlorenen Sparguthabens
Eine Frau aus Heiligenhaus verklagt die Kreissparkasse Düsseldorf auf Rückzahlung von 98.000 Euro, die von ihrem Sparkonto verschwunden sein sollen. Die Bank behauptet, das Konto existiere nicht, und verweigert die Auszahlung – trotz Vorlage von 20 Jahren Kontoauszügen durch die Kundin.
Der Prozess um die Rückforderung des Geldes beginnt heute vor dem Landgericht Düsseldorf. Die Frau hatte das Sparkonto 2003 über ihren verstorbenen Ehemann bei der damaligen Sparkasse Heiligenhaus eröffnet. Nach der Fusion mit der Kreissparkasse Düsseldorf zum 1. Januar 2005 wurden die Kundendaten über mehrere Monate in das neue System übertragen. Dabei kam es zu einer Datenbereinigung, bevor die Umstellung am 31. März 2005 abgeschlossen wurde.
Als die Frau im Mai 2024 versuchte, das Konto aufzulösen, wurde ihr mitgeteilt, es sei nicht mehr vorhanden. Die Bank wies ihre Kontoauszüge zudem als Fälschungen zurück. Der letzte nachweisbare Kontobeleg datiert auf Februar 2024.
Ihr Anwalt, Volker Kukorus, geht von einem Fehler der Bank während der Fusion aus. Er fordert nun die Freigabe der vollen 98.000 Euro. Die Klägerin hofft auf ein Urteil zu ihren Gunsten und die Rückerstattung ihrer Ersparnisse. Das Gericht muss nun klären, ob das Konto bei der Zusammenlegung verloren ging oder ob die Unterlagen der Bank korrekt sind. Bei Erfolg erhält die Frau ihr Geld zurück. Der Fall könnte zudem Aufschluss darüber geben, wie die Bank 2005 mit den Kundendaten umgegangen ist.






