E.ON-Chef warnt vor Energiekrise: Nord Stream 1 bleibt für immer zerstört

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Nahaufnahme eines Wasserrohrs

E.ON-Chef warnt vor Energiekrise: Nord Stream 1 bleibt für immer zerstört

Leonhard Birnbaum, der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns E.ON, hat ernste Bedenken hinsichtlich der europäischen Energiesicherheit geäußert. In jüngsten Stellungnahmen warnte er vor einer Wiederinbetriebnahme der sabotierten Gaspipeline Nord Stream 1 und wies auf wachsende Bedrohungen für die kritische Infrastruktur auf dem gesamten Kontinent hin.

Birnbaum bestätigte, dass die Nord-Stream-1-Pipelines nach den Explosionen im vergangenen Jahr weiterhin nicht funktionsfähig sind. Die beschädigten Abschnitte seien mittlerweile mit Ostseewasser geflutet, was Reparaturen in absehbarer Zeit unmöglich mache. E.ON, das an der Betreibergesellschaft der Pipeline beteiligt ist, habe jede Diskussion über eine Wiederaufnahme des Projekts ausgeschlossen.

Der Vorstandschef bezeichnete Russland als unzuverlässigen Energiepartner und verwies dabei auf den anhaltenden Krieg in der Ukraine. Er warnte, dass die russischen Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur grundlegendere Verwundbarkeiten für die europäischen Gesellschaften offenlegten. Birnbaum riet davon ab, neue Energieabkommen mit Russland ohne Absprache mit den Nachbarländern zu schließen, und stellte das Problem als eine gesamt-europäische Herausforderung dar – nicht allein als eine deutsche. Über die Pipelines hinaus wies er auf steigende Risiken durch Drohnenaktivitäten über deutschen Kraftwerken und Flughäfen hin.

Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die EU ihre Haltung gegenüber der Abhängigkeit von russischem Gas festigt. Im Dezember 2025 verabschiedete der Block eine Resolution, die den schrittweisen Ausstieg aus allen russischen Pipeline-Gasimporten bis zum 30. September 2027 vorsieht.

Der legislative Schritt der EU markiert eine endgültige Abkehr von russischer Energie. Da Nord Stream 1 nicht mehr reparierbar ist und politisch kein Konsens für eine Wiederbelebung besteht, konzentriert sich Europa nun darauf, alternative Versorgungsquellen zu sichern. Birnbaums Warnungen unterstreichen die Notwendigkeit abgestimmter Maßnahmen zum Schutz der Infrastruktur und zur Verringerung der Abhängigkeit von instabilen Energiequellen.

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