Blutige Spur einer jungen Wölfin: Sechs Schafe gerissen – Landwirte in Not

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Schafe in weißer Farbe in der Nähe eines hölzernen Zauns mit unscharfen Pflanzen im Hintergrund.

Blutige Spur einer jungen Wölfin: Sechs Schafe gerissen – Landwirte in Not

Eine junge Wölfin, die aus dem Harz stammend verfolgt wurde, steht nun im Verdacht, für eine Serie tödlicher Angriffe auf Nutztiere im Westen Deutschlands verantwortlich zu sein. Über die Feiertage wurden in Neunkirchen-Wiederstein sechs Schafe gerissen – ein schwerer Schlag für die Landwirte Katharina Knetsch und Christoph Schmidt, die die Tiere mit der Hand aufgezogen und jedem Einzelnen einen Namen gegeben hatten. Die Vorfälle haben die Debatte darüber neu entfacht, wie mit Wölfen umgegangen werden soll, deren Vorkommen in besiedelten Gebieten stetig zunimmt.

Der erste Angriff ereignete sich kurz vor Weihnachten in Liebenscheid, Rheinland-Pfalz. Nur einen Tag später fand man in Neunkirchen-Wiederstein sechs tote Schafe, deren Kadaver über den Hang verstreut lagen – mit abgerissenen Gliedmaßen und Wollbüscheln in der Umgebung. Das Paar, dem die Herde gehörte, hatte die Tiere hinter einem Elektrozaun gehalten, doch das hielt den Räuber nicht auf.

Die verdächtige junge Wölfin mit der Kennung GW1044f wurde erstmals Mitte Dezember 2025 in der Region gesichtet. Das junge, mit einem Sendelhalsband ausgestattete Weibchen war aus dem Harz eingewandert und zuvor in Lennestadt und Lüdenscheid aufgetaucht, bevor es zu den Angriffen kam. Zwar wurden die Fälle offiziell noch nicht als Wolfsrisse bestätigt, doch das Muster der abgerissenen Gliedmaßen und verstreuten Überreste entspricht dem bekannten Verhalten von Wölfen. Ähnliche Vorfälle haben sich in den vergangenen Wochen in Südwestfalen gehäuft. Landwirte und Naturschützer stehen nun vor schwierigen Fragen: Sollten Wölfe bejagt werden, um Nutztiere zu schützen – oder bietet die Bejagung nur eine kurzfristige Lösung? Unterdessen scheint sich die Art in Gebieten niederzulassen, die lange wolfsfrei waren.

Für die betroffenen Landwirte bleiben schwere Verluste und wenig Antworten. Da Wölfe möglicherweise dauerhaft zum Landschaftsbild gehören werden, müssen die Behörden nun entscheiden, wie sie den Schutz von Nutztieren mit dem Artenschutz in Einklang bringen. Für Knetsch und Schmidt steht indes im Vordergrund, ihre verbleibenden Schafe vor weiteren Bedrohungen zu bewahren.

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