12 April 2026, 02:11

Vonovia will Kasernen und Wohnungen für die Bundeswehr bauen und verwalten

Schwarzes und weißes Foto einer Gruppe deutscher Soldaten in Helmen mit Gewehren, die vor einem Gebäude mit einem Fenster stehen, Bäume sind im Hintergrund zu sehen.

Vonovia will Kasernen und Wohnungen für die Bundeswehr bauen und verwalten

Deutschlands größter Vermieter Vonovia bietet Bau und Verwaltung neuer Bundeswehr-Unterkünfte an

Vonovia, der größte Wohnungsanbieter Deutschlands, hat der Bundesregierung angeboten, neue Kasernen und Wohnungen für die Bundeswehr zu errichten und zu verwalten. Unternehmenschef Rolf Buch betonte, wie entscheidend angemessener Wohnraum für die Rekrutierung und Bindung von Soldatinnen und Soldaten sei. Der Vorstoß erfolgt zu einer Zeit, in der die Bundesregierung den Wohnungsbau im gesamten Land vorantreiben will.

Vonovia verfügt bereits über Erfahrung in der Bereitstellung von Militärunterkünften. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen bestehende Bundeswehr-Liegenschaften vom Bund übernommen, passende Wohnungen gebaut und der Truppe Nutzungsrechte eingeräumt.

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Aktuell zählt die Bundeswehr rund 183.000 aktive Soldatinnen und Soldaten, doch das Ziel liegt bei mindestens 260.000. Buch argumentierte, dass verlässlicher Wohnraum ein Schlüsselfaktor sei, um dieses Vorhaben zu erreichen. Er plädierte für eine engere Zusammenarbeit zwischen Vonovia und der Regierung, um den Bedarf zu decken.

Das Unternehmen plant in diesem Jahr den Bau von 3.000 neuen Wohnungen und hält Grundstücksreserven für bis zu 70.000 weitere Einheiten vor. Diese Expansion passt zur bundesweiten "Wohnungsbau-Turbo"-Initiative, die den stockenden Bausektor beschleunigen soll. Aktuelle Erleichterungen bei den Vorschriften haben zudem die Aktivität in der Immobilienbranche belebt.

Vonovias Angebot könnte dazu beitragen, die Wohnungsnot der Bundeswehr zu lindern und gleichzeitig die allgemeinen Bauvorhaben zu unterstützen. Mit Flächen für tausende neue Wohnungen ist das Unternehmen in einer starken Position, um sowohl den militärischen als auch den zivilen Wohnungsbau voranzutreiben. Die Bundesregierung hat sich zu dem Vorschlag bisher noch nicht geäußert.

Quelle