Traditionsunternehmen Fasana kämpft nach Cyberangriff und gescheiterter Übernahme um Überleben
Theo SchmitzTraditionsunternehmen Fasana kämpft nach Cyberangriff und gescheiterter Übernahme um Überleben
Fasana, traditioneller Tissue-Hersteller aus Euskirchen, steht vor ungewisser Zukunft
Nach dem Scheitern einer geplanten Übernahme bangt der langjährige Tissue-Produzent Fasana aus Euskirchen um seine Zukunft. Das seit über einem Jahrhundert bestehende Unternehmen hatte Anfang Juni Insolvenz angemeldet – ausgelöst durch einen Cyberangriff, der die ohnehin angespannte finanzielle Lage weiter verschärfte.
Der Insolvenzantrag folgte auf Monate des Kampfes mit hohen Energiekosten und einem schwierigen Wirtschaftsumfeld. Der Cyberangriff trieb das Unternehmen schließlich in die Krise und zwang es, rechtlichen Schutz zu suchen.
Zwei große internationale Firmen hatten zunächst Interesse an einer Übernahme von Fasana signalisiert. Doch das Geschäft platzte, weil der Grundstückseigentümer einen Preis verlangte, der das Dreifache des geschätzten Wertes des Geländes betrug. Nun arbeitet Geschäftsführer Karsten Beisert mit der Stadt Euskirchen zusammen, um nach alternativen Lösungen zu suchen.
Falls keine Einigung zustande kommt, könnte das Unternehmen endgültig schließen müssen. Die Belegschaft, die bereits einer ungewissen Zukunft entgegenblickt, wird morgen in einer Betriebsversammlung über die aktuelle Lage informiert.
Das gescheiterte Übernahmevorhaben lässt die Mitarbeiter von Fasana in der Schwebe. Ohne eine Lösung droht dem über 100 Jahre alten Betrieb das endgültige Aus. Stadt und Unternehmensführung suchen weiterhin nach einem Weg aus der Krise.






