Textilfabrik 7.0 startet 2026: Revolution für nachhaltige Modeproduktion
Nina HerrmannTextilfabrik 7.0 startet 2026: Revolution für nachhaltige Modeproduktion
Ein großes neues Projekt will die deutsche Textil- und Modebranche mit nachhaltigen Innovationen revolutionieren. Die Textilfabrik 7.0 (T7) wird bahnbrechende Technologien entwickeln und erproben, um die Produktion umweltfreundlicher und gleichzeitig wirtschaftlicher zu gestalten. Unter der Leitung von Dr.-Ing. habil. Maike Rabe vereint die Initiative Forschung, Industrie und politische Förderung, um die Fertigung in der Rheinregion neu zu gestalten.
Die Mode- und Textilbranche ist derzeit für rund 10 % der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich – mehr als der Luftverkehr und die Schifffahrt zusammen. T7 will diesem Problem mit einem "Textilen Reallabor" begegnen, das sich auf vier Kernbereiche konzentriert: Bedarfsgerechte Fertigung, Mikrofabrik-Konzepte, Digitale Textilien und Biosphäre. Diese Module sollen Wege aufzeigen, Abfälle zu reduzieren, die Effizienz zu steigern und Prinzipien der Kreislaufwirtschaft umzusetzen.
Das Projekt ist eine gemeinsame Anstrengung von Forschungsinstituten, Industrieverbänden und Wirtschaftsförderern. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem Land Nordrhein-Westfalen sowie dem Bundesministerium für Bildung, Forschung und Technologie. Zwar haben sich bisher noch keine Unternehmen offiziell beteiligt, doch der Startschuss fällt am 19. März 2026 in Mönchengladbach – dann sind Unternehmen entlang der gesamten textilen Wertschöpfungskette eingeladen, mitzuwirken.
Pilotpartner erhalten die Möglichkeit, neue Produktionsverfahren unter realen Bedingungen zu testen. Ziel ist es, zu beweisen, dass klimaneutrale und kreislauforientierte Textilherstellung auch im industriellen Maßstab funktioniert. Die Initiatoren betonen zudem die Bedeutung des Projekts für die Stärkung der regionalen Wirtschaft, die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze und die Förderung des Wachstums im Rheinland.
Die Textilfabrik 7.0 nimmt Anfang 2026 ihren Betrieb auf – mit Fokus auf praxistaugliche, skalierbare Lösungen. Unternehmen, die sich der Initiative anschließen, tragen dazu bei, eine nachhaltigere Zukunft für die Branche zu gestalten. Gelingt das Vorhaben, könnte es neue Maßstäbe für die Textilproduktion in Deutschland und darüber hinaus setzen.