Solingen stoppt geplante Vollsperrung der Langhansstraße nach massiver Kritik
Tobias SchwarzSolingen stoppt geplante Vollsperrung der Langhansstraße nach massiver Kritik
Pläne für dreimonatige Vollsperrung der Langhansstraße in Solingen im Sommer vom Tisch
Die geplante vollständige Sperrung der Langhansstraße in Solingen für mehr als drei Monate in diesem Sommer wurde verworfen. Bürgermeister Daniel Flemm (CDU) ordnete nach Warnungen, dass die Maßnahme den Alltag massiv beeinträchtigen könnte, eine komplette Überarbeitung der Pläne an. Die Entscheidung folgt auf Bedenken von Anwohnern, Pendler:innen und Besucher:innen naher Naherholungsgebiete wie der Ohligser Heide und des Freibads Heide.
Ursprünglich sollte die Langhansstraße während der Sommerferien komplett gesperrt werden. Lokale Gutachten deuteten jedoch darauf hin, dass dies Ohligs in eine Notlage bringen könnte, da der Zugang zu wichtigen Bereichen abgeschnitten würde. Kritiker:innen argumentierten, dass die Sperrung Pendler:innen, Anwohner:innen und Tagesausflügler:innen besonders hart treffen würde – vor allem angesichts steigender Kosten, die lokale Freizeitangebote noch wichtiger machen.
Die Ohligser Heide, vom WDR oft als "grüne Lunge Solingens" bezeichnet, ist ein zentraler Anziehungspunkt für Outdoor-Aktivitäten. Auch das Freibad Heide lockt in den wärmeren Monaten viele Besucher:innen an. Angesichts steigender Spritpreise und Lebenshaltungskosten ist bezahlbare Naherholung für die Menschen vor Ort noch entscheidender geworden.
Der überarbeitete Plan zielt nun darauf ab, Beeinträchtigungen – besonders im Sommer – so gering wie möglich zu halten. Bezirksbürgermeister Marc Westkämper lobte die Änderungen als "kluge und bürgerfreundliche Entscheidung". Das Ziel sei es, dass die Menschen weiterhin ohne unnötige Verzögerungen zu den beliebten Zielen gelangen könnten.
Der neue Bauzeitplan sieht weniger Sperrungen vor und priorisiert die Erreichbarkeit der Ohligser Heide und des Freibads. Die Neukonzeption erfolgte nach Rückmeldungen von Anwohner:innen und lokalen Verantwortlichen. Die Behörden hoffen, dass die Anpassungen die notwendigen Bauarbeiten mit den Bedürfnissen der Gemeinschaft in Einklang bringen.






