Solingen behält seine Schlaganfallversorgung – doch der Kampf um Landesmittel geht weiter
Nina HerrmannSolingen behält seine Schlaganfallversorgung – doch der Kampf um Landesmittel geht weiter
Die SPD-Fraktion im Landtag hat die Entscheidung der Kplus Gruppe begrüßt, ihre Pläne zur Verlegung der Schlaganfallversorgung von Solingen nach Hilden aufzugeben. Fraktionsvorsitzende Iris Preuß-Buchholz bezeichnete dies als „wichtigen Schritt für die Stadt und den südlichen Kreis Mettmann“. Gleichzeitig betonte sie den dringenden Bedarf an Landesmitteln, um Investitionen in die Gesundheitsversorgung der Region zu unterstützen.
Preuß-Buchholz hob hervor, dass das Solinger Städtische Klinikum bereits hohe Standards in Diagnostik und Behandlung erfülle. Als Maximalversorger biete es Neurochirurgie, Gefäßchirurgie, große innere Fachabteilungen sowie Intensivstationen. Nun stehe jedoch die Herausforderung an, in kürzester Zeit eine neue neurologische Abteilung mit einer Stroke Unit aufzubauen.
Die Verantwortung für die Krankenhausfinanzierung wies sie klar der Landesregierung zu. Kommunen und einzelne Politiker dürften nicht allein mit der Last belastet werden. Zudem kritisierte Preuß-Buchholz die Geschäftsführung von Kplus scharf: deren Äußerungen seien „peinlich und empörend“ gewesen.
Die SPD-Politikerin hinterfragte auch die Rolle des direkt gewählten CDU-Landtagsabgeordneten Sebastian Haug beim Schutz der Gesundheit der Solinger Bürger. Sie forderte vom Land klare und verbindliche Zusagen für die notwendigen Millioneninvestitionen in das Solinger Gesundheitssystem.
Mit dem Beschluss der Kplus Gruppe bleibt die Schlaganfallversorgung in Solingen vorerst gesichert. Dennoch muss das Klinikum zügig die neue neurologische Abteilung errichten. Entscheidend bleibt, dass das Land diese unverzichtbaren Entwicklungen in der lokalen Gesundheitsversorgung finanziell unterstützt.






