04 April 2026, 08:10

Rentenreform 2024: So profitieren Frührentner von neuen Flexibilitätsregeln

Formaler United States Air Force-Rentenbescheid mit blauem Hintergrund, goldenem Siegel mit einem Weißkopfseeadler und einem Stern sowie schwarzer, fetter Schrift, die 'Certificate of Retirement' lautet.

Rentenreform 2024: So profitieren Frührentner von neuen Flexibilitätsregeln

Deutschlands Rentenreform bietet mehr Flexibilität für Frührentner

Wer vorzeitig in Rente gehen möchte, hat nun bessere Möglichkeiten: Arbeitnehmer mit 45 Beitragsjahren können zwei Jahre früher aus dem Berufsleben ausscheiden – und das ohne Abzüge. Aktuelle Änderungen haben zudem die Hinzuverdienstgrenzen abgeschafft, was den schrittweisen Übergang in den Ruhestand erleichtert.

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Frührentenregeln hängen vom Geburtsjahr ab Wer zwischen 1958 und 1959 geboren wurde, kann bereits mit 63 statt mit 65 Jahren in Rente gehen. Voraussetzung für den abzugsfreien Bezug ist der Nachweis von 45 Beitragsjahren.

Anrechnungszeiten kurz vor Rentenbeginn In den letzten 24 Monaten vor dem Renteneintritt können bestimmte Phasen auf die erforderliche Beitragszeit angerechnet werden – darunter bis zu 24 Monate Arbeitslosigkeit, sofern der Betroffene zuvor mindestens sechs Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt war. Auch Zeiten der Arbeitsunfähigkeit zählen unter Umständen mit.

Hinzuverdienst seit 2023 ohne Kürzungen Seit 2023 führen zusätzliche Einkünfte nicht mehr zu Rentenkürzungen. Das ermöglicht es, in Teilzeit oder in geringfügiger Beschäftigung weiterzuarbeiten, während gleichzeitig Rentenansprüche aufgebaut werden. Bei mittelhohen Einkommen (556 bis 2.000 Euro monatlich) können weiterhin Rentenpunkte gesammelt werden, allerdings mit reduzierten Arbeitnehmerbeiträgen.

Nachzahlungen und freiwillige Beiträge lohnen sich Ab dem 50. Lebensjahr können freiwillige Beiträge oder Nachzahlungen Lücken in der Rentenbiografie schließen. Jeder Entgeltpunkt erhöht die monatliche Bruttorente derzeit um 40,79 Euro. Besonders die letzten fünf Jahre vor dem Renteneintritt sind entscheidend – sie können die spätere Auszahlung um mehrere hundert Euro pro Monat beeinflussen.

Experten raten zu frühzeitiger Prüfung Drei bis fünf Jahre vor dem geplanten Renteneintritt sollte der Rentenkontoauszug überprüft werden, um sicherzustellen, dass alle anrechenbaren Zeiten korrekt erfasst sind und böse Überraschungen vermieden werden.

Mehr Klarheit für langjährige Beitragszahler Die Neuregelungen schaffen transparente Wege in die Frühverrentung. Arbeitnehmer können nun Teilzeitarbeit mit Rentenaufbau kombinieren, während Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit kurz vor der Rente unter Umständen angerechnet werden. Eine frühzeitige Kontrolle der Unterlagen bleibt entscheidend, um die volle Rentenhöhe zu sichern.

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