Probealarm in Lünen: Handys warnten – doch die Sirenen blieben stumm
Tobias SchwarzProbealarm in Lünen: Handys warnten – doch die Sirenen blieben stumm
Geplante Probealarm-Übung in Lünen: Handyalarm funktionierte – Sirenen blieben stumm
Am 12. März fand in Lünen eine geplante Probealarm-Übung statt. Während die Warnmeldungen per Mobilfunk wie vorgesehen empfangen wurden, versagten die Sirenen der Stadt aufgrund eines technischen Problems. Nun wird untersucht, was schiefgelaufen ist.
Die Übung sollte mehrere Warnsysteme testen, darunter Mobile Push-Benachrichtigungen über die Apps NINA und KATWARN sowie den Cell-Broadcast-Dienst. Alle diese Kanäle funktionierten einwandfrei und übermittelten die Warnungen wie erwartet an die Handys der Bürgerinnen und Bürger.
Die Sirenen der Stadt blieben jedoch während der gesamten Übung stumm. Sie wurden weder für den initialen Alarm noch für das anschließende Entwarnungssignal aktiviert. Einige Anwohner berichteten, Sirenen aus benachbarten Gemeinden gehört zu haben, doch das eigene System in Lünen blieb ausgeschaltet.
Die Behörden bestätigten, dass sie die Panne in Zusammenarbeit mit dem Kreis Unna untersuchen. Auf der Website der Stadt finden sich zudem Hinweise zur Krisenvorsorge, darunter eine Broschüre mit Selbstschutzmaßnahmen unter www.unserwebsite/selbstschutz-tipps.
In den vergangenen fünf Jahren gab es in Nordrhein-Westfalen keine vergleichbaren Sirenenausfälle. Routineprüfungen des Landesamts für Zivilschutz NRW zeigen, dass in anderen Kommunen des Landes in diesem Zeitraum keine ähnlichen Vorfälle aufgetreten sind.
Die Übung offenbarten ein klares Problem im Sirenennetz von Lünen, das nun dringend überprüft wird. Die Warnungen per Mobilfunk verliefen hingegen reibungslos, sodass die Bevölkerung dennoch informiert wurde. Wann der technische Defekt behoben sein wird, steht bisher noch nicht fest.