22 March 2026, 18:09

NRW verschärft Schulregeln: Schnellere Ausschlüsse bei Gewalt und Störungen

Ein Klassenzimmer mit Schülern in Mund-Nasen-Schutz, die auf Bänken sitzen und stehen, mit Büchern und Gegenständen auf Tischen und Fenstern, einer Tür, Lampen und Ventilatoren im Hintergrund.

NRW verschärft Schulregeln: Schnellere Ausschlüsse bei Gewalt und Störungen

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen will in Schulen schärfere Maßnahmen einführen, um der zunehmenden Gewalt und Störungen entgegenzuwirken. Ein neuer Gesetzentwurf des Bildungsministeriums soll Lehrkräften und Schulleitungen mehr Befugnisse einräumen, um Schülerinnen und Schüler bei akuten Sicherheitsrisiken schneller vom Unterricht ausschließen zu können. Die Reformen folgen auf Jahre mit steigenden Meldungen über Aggressionen und Grenzüberschreitungen im Klassenzimmer.

Aktuelle Zahlen zeigen, dass 73 Prozent der Schulleiter in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen fünf Jahren mit Gewalt gegen Lehrkräfte konfrontiert waren. Fast zwei Drittel dieser Schulleitungen verzeichneten zudem einen Anstieg solcher Vorfälle in demselben Zeitraum. Besonders besorgniserregend sind körperliche Angriffe: 43 Prozent der Schulen im Land dokumentierten Fälle dieser Art.

Die geplanten Reformen sehen sowohl pädagogische als auch disziplinarische Maßnahmen vor, die präziser gefasst und ausgeweitet werden. Bei weniger schweren Vorfällen sollen Schulen künftig die Möglichkeit haben, Schüler vorübergehend in andere Klassen zu versetzen oder sie vom Unterricht auszuschließen. In gravierenden Fällen könnten Schüler bis zu vier Wochen lang vom Unterricht, bestimmten Fächern oder schulischen Veranstaltungen ausgeschlossen werden.

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Schulleitungen erhalten zudem die Befugnis, Schüler umgehend von der Schule zu verweisen, wenn es zu schweren Störungen des Schulbetriebs oder zu Gefährdungen von Personen kommt. Das Bildungsministerium betont, dass jede Krisensituation individuell zu betrachten sei – ein einheitlicher Lösungsansatz sei daher nicht möglich.

Ziel der Änderungen ist es, den Schulen klarere rechtliche Handlungsmöglichkeiten an die Hand zu geben, um Gewalt, Bedrohungen und Störungen besser zu bewältigen. Durch das erweiterte Maßnahmenspektrum erhoffen sich die Verantwortlichen mehr Sicherheit für Schüler wie Lehrkräfte. Die Reformen treten in Kraft, sobald der Gesetzentwurf finalisiert und verabschiedet ist.

Quelle