23 March 2026, 16:09

280-Meter-Schornstein des Gersteinwerks wird heute kontrolliert gesprengt

Schwarze Zeichnung einer Menge vor einer Fabrik mit Schornsteinen, Häusern im Hintergrund und der Beschriftung "Die zweite Explosion im Oaks Colliery, Bakersley, England" unten.

Explosion einer 280-Meter-Schornstein des Kraftwerks - 280-Meter-Schornstein des Gersteinwerks wird heute kontrolliert gesprengt

280 Meter hoher Schornstein des ehemaligen Kraftwerks Gersteinwerk in Werne wird heute gesprengt

Heute wird der 280 Meter hohe Schornstein des ehemaligen Kohlekraftwerks Gersteinwerk in Werne kontrolliert gesprengt. RWE hat die Sprengung für 11:00 Uhr angesetzt – ein wichtiger Schritt im Rückbau des Geländes. Die Anlage gehörte zu einem Kohleblock, der 2019 nach fast einem Jahrhundert Betrieb stillgelegt wurde.

Der Schornstein stand seit der Inbetriebnahme des Kraftwerks im Jahr 1917 und wurde zunächst mit Kohle aus den nahen Zechen befeuert. Ab den 1970er-Jahren kam zusätzlich Erdgas als Brennstoff zum Einsatz. Die Sprengung erfolgt nach Jahren der Stilllegung; der Kohleblock wurde vor fünf Jahren endgültig abgeschaltet.

Um einen sicheren Einsturz zu gewährleisten, haben Ingenieure 140 Kilogramm modernes Dynamit im Inneren des Bauwerks platziert. Spezielle Stahlkipplager lenken den Fall des Schornsteins in die vorgesehene Richtung. Rund um die Sprengstelle gilt eine 400 Meter große Sperrzone, die von einem Fachunternehmen überwacht wird.

Nach dem Abriss plant RWE die Neunutzung des Geländes. Geplant ist ein neues, wasserstofffähiges Gaskraftwerk mit einer Leistung von etwa 800 Megawatt, das die alte Anlage ersetzen könnte. Die Planung läuft jedoch noch, und eine finale Investitionsentscheidung steht aus. Der vollständige Rückbau des ehemaligen Kohleblocks soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

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Mit der Sprengung verschwindet eines der letzten sichtbaren Relikte der Kohleära des Standorts. Sollte das geplante Gaskraftwerk genehmigt werden, würde dies einen Schritt hin zu einer CO₂-ärmeren Energieerzeugung am Standort markieren. Für das umliegende Gebiet der ehemaligen Zeche Gerstein sind derzeit keine weiteren großen Industrieprojekte vorgesehen.

Quelle