NRW verliert bis 2050 eine halbe Million Einwohner – wer profitiert noch?
Tobias SchwarzPrognose: Sauerland verliert Einwohner, Rheinland gewinnt - NRW verliert bis 2050 eine halbe Million Einwohner – wer profitiert noch?
Nordrhein-Westfalen steht in den kommenden Jahrzehnten vor einem deutlichen Bevölkerungsrückgang. Bis zum Jahr 2050 könnte das Land im Vergleich zu 2023 eine halbe Million Einwohner verlieren. Besonders betroffen sein werden ländliche und ehemalige Industriegebiete, während nur wenige Städte und Kreise ein Wachstum verzeichnen werden.
Die stärksten Rückgänge werden im Märkischen Kreis, in Olpe, im Hochsauerlandkreis und im Kreis Höxter erwartet. Diese ländlichen Regionen in Ost- und Südwestfalen werden voraussichtlich schrumpfen, da jüngere Einwohner wegziehen und die Geburtenraten niedrig bleiben. Auch das Ruhrgebiet, einst das industrielle Herz Deutschlands, wird Einwohner verlieren – in Kreisen wie Recklinghausen, Ennepe-Ruhr und Unna wird ein Rückgang von etwa fünf Prozent prognostiziert.
Nur zehn Kreise und Städte in NRW werden bis 2050 ein Bevölkerungsplus verzeichnen. Heinsberg, Mönchengladbach, Bonn, Münster, Düsseldorf und Kleve legen zu, vor allem dank Zuzugs. Auch Bielefeld, Düren, Euskirchen und Steinfurt werden wachsen. Bis 2070 könnte die Gesamtbevölkerung des Landes im Vergleich zu 2023 sogar um eine Million sinken.
Die Veränderungen werden die Demografie Nordrhein-Westfalens bis zur Mitte des Jahrhunderts prägen: Während urbane Zentren wie Bonn und Düsseldorf neue Bewohner anziehen, stehen ländliche und ehemalige Industriegebiete vor einem kontinuierlichen Rückgang. Offizielle Studien haben die genauen Gründe für diese Unterschiede noch nicht abschließend geklärt, doch Wanderungsbewegungen und Geburtenraten spielen eine zentrale Rolle.






