Moerser Tafel droht Schließung: 2.000 Menschen ohne Lebensmittelhilfe
Theo SchmitzMoerser Tafel droht Schließung: 2.000 Menschen ohne Lebensmittelhilfe
Moerser Tafel steht vor ungewisser Zukunft nach Kündigung ihres Standorts
Die Moerser Tafel muss ihren aktuellen Standort räumen und sucht dringend eine neue Bleibe. Die Einrichtung, die rund 2.000 Menschen in 600 Haushalten unterstützt, hat zwar ein Jahr Zeit für den Umzug – deutlich länger als die übliche dreimonatige Kündigungsfrist. Doch die Verantwortlichen warnen: Jede Unterbrechung des Betriebs könnte viele Menschen in der Region von lebenswichtigen Lebensmittellieferungen abschneiden.
Zweimal pro Woche, mittwochs und freitags, gibt die Tafel Lebensmittel an 150 bis 200 Bedürftige aus. Die 400 Quadratmeter große Fläche in der Wittfeldstraße kostet 800 Euro Miete im Monat. Neben der lokalen Hilfe dient der Standort auch als Lager für die Tafeln in Goch und Kalkar.
Die Verantwortlichen betonen, dass der Betrieb ohne Unterbrechung weiterlaufen muss. Sie pflegen enge Kontakte zu anderen Tafeln, etwa in Duisburg, um Ressourcen und Unterstützung auszutauschen. Rainer Hellfeier, einer der Organisatoren, unterstreicht die Dringlichkeit: "Wir brauchen Hilfe – wenn wir sie nicht bekommen, hat Moers ein Problem."
Eine mögliche Schließung würde eine große Lücke für Bedürftige reißen. Da das Netzwerk der Tafel über Moers hinausreicht, könnte ihr Wegfall die Versorgung in der gesamten Region beeinträchtigen.
Die Frist für den Umzug endet in einem Jahr. Ohne neuen Standort wären nicht nur die eigenen Dienstleistungen gefährdet, sondern auch die Arbeit benachbarter Tafeln, die auf das Lager angewiesen sind. Nun suchen Behörden und Verantwortliche nach Lösungen, um die Versorgung von Tausenden Menschen zu sichern.






