LANUV bittet Bürger um Hilfe bei der Erforschung der Wolfsbestände in NRW
Tobias SchwarzStaatliche Behörde sucht Fotos von Wolfskot - LANUV bittet Bürger um Hilfe bei der Erforschung der Wolfsbestände in NRW
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) in Nordrhein-Westfalen bittet Bevölkerung um Mithilfe bei der Wolfsbeobachtung
Die Behörde ruft Wanderer, Jäger und Naturliebhaber auf, Fotos von vermutetem Wolfskot einzureichen, um die Bestände der Tiere in der Region besser zu erfassen. Mit der Aktion sollen Daten zu den Wanderbewegungen und Reviermarkierungen der Wölfe gesammelt werden.
Wolfskot ist aufgrund seiner Größe und Zusammensetzung leichter zu identifizieren als der anderer Tiere. Typischerweise misst er mindestens 20 Zentimeter in der Länge und 2,5 Zentimeter in der Breite, enthält oft sichtbare Haare, Knochenreste oder Überbleibsel von Beutetieren. Zudem hinterlassen Wölfe ihre Losung häufig an auffälligen Stellen – auf erhöhter Fläche, in der Nähe von Vegetation oder entlang von Wegen und Kreuzungen. Diese Markierungen dienen als Reviersignale für Artgenossen.
Das LANUV hat Leitlinien veröffentlicht, die Laien dabei helfen sollen, Wolfskot korrekt zu erkennen. Über das "Wolfsportal" der Behörde können Fotos hochgeladen werden, die von Fachleuten geprüft werden. Falls die Aufnahme geeignet erscheint, entnimmt ein Mitarbeiter des LANUV eine Probe für eine DNA-Analyse. Diese Untersuchung klärt, ob der Kot von einem bereits bekannten Wolf oder einem neuen Individuum stammt.
Neben Kotproben werden auch Speichelspuren von Tieren gesichert, die möglicherweise von Wölfen gerissen wurden. Diese Methode hilft, Wolfsrisse nachzuweisen und einzelne Tiere präziser zu verfolgen. Die gesammelten Daten fließen in laufende Forschungsprojekte ein – besonders vor dem Hintergrund, dass sich die Wolfsbestände in Nachbarbundesländern wie Niedersachsen, Hessen und Rheinland-Pfalz unterschiedlich entwickeln: In manchen Gebieten gehen die Zahlen zurück, in anderen bleiben sie stabil oder es gibt weiterhin keine Wölfe.
Das Projekt setzt auf die Mitarbeit der Bevölkerung, um die Wolfsbeobachtung in Nordrhein-Westfalen zu verbessern. Eingereichte Fotos und DNA-Ergebnisse ermöglichen es Experten, Wolfsreviere zu kartieren und Bestandsveränderungen zu bewerten. Die Initiative des LANUV erfolgt zu einer Zeit, in der die Wolfszahlen in angrenzenden Regionen schwanken – mit Rückgängen oder Stagnation in den vergangenen Jahren.






