Kölner Uni startet Supercomputer RAMSES für nachhaltige Spitzenforschung
Tobias SchwarzKölner Uni startet Supercomputer RAMSES für nachhaltige Spitzenforschung
Die Universität zu Köln hat einen neuen Hochleistungsrechner (HPC) mit dem Namen RAMSES in Betrieb genommen. Das moderne System löst den älteren CHEOPS-Cluster ab und soll Spitzenforschung in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen unterstützen. Mit Fokus auf Energieeffizienz und Sicherheit stellt das Upgrade einen bedeutenden Fortschritt für die Rechenkapazitäten der Universität dar.
RAMSES umfasst 174 Server mit insgesamt 31.576 CPU-Kernen und 167 Terabyte Arbeitsspeicher. Davon nutzen 140 Knoten eine Warmwasserkühlung mit Kühlplatten, die eine kompakte Bauweise und stabile Leistung auch bei hoher Auslastung gewährleisten. Zum System gehören zudem zehn KI-optimierte Knoten, die jeweils mit AMD-Prozessoren und vier Nvidia-H100-Grafikprozessoren ausgestattet sind. Ergänzt wird die Infrastruktur durch zusätzliche Server mit 32 Nvidia-A30-GPUs, zwei AMD-Instinct-Karten und zwei NEC-Vektorprozessoren.
Der Cluster ist vielseitig einsetzbar und unterstützt Forschungsprojekte in den Bereichen Genomsequenzierung, Krebsforschung, Quantenphysik, mathematische Modellierung und Astrophysik. Die dedizierte KI-Partition erweitert seine Anwendungsmöglichkeiten über klassische HPC-Aufgaben hinaus. Sicherheit hat dabei höchste Priorität: Sämtliche Daten werden während der Verarbeitung verschlüsselt, und der Zugriff ist durch Mehr-Faktor-Authentifizierung geschützt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Energieeffizienz. Im Vergleich zu seinem Vorgänger soll RAMSES die Kühlkosten um bis zu 40 Prozent senken. Zudem wird die entstehende Abwärme langfristig genutzt, um ein neues Universitätsgebäude zu beheizen, das derzeit entsteht. Bei voller Auslastung erreicht das System eine Rechenleistung von bis zu 4,8 PetaFLOPS.
RAMSES ist nun betriebsbereit und bietet Forscherinnen und Forschern eine leistungsstarke und sichere Plattform für komplexe wissenschaftliche Arbeiten. Das System steigert nicht nur die Rechenleistung, sondern reduziert auch den Energieverbrauch und nutzt überschüssige Wärme sinnvoll weiter. Mit diesen Innovationen positioniert sich die Universität zu Köln an der Spitze der nachhaltigen Hochleistungsrechenzentren.






