16 March 2026, 10:08

Kölner Dom vor historischer Wende: Soll Eintrittsgeld die Rettung bringen?

Der Eingang des Kölner Doms in Köln, Deutschland, mit detaillierten Schnitzereien, Skulpturen und einer großen Tür unten.

Ehemaliger Domarchitekt kritisiert geplante Eintrittspreise für den Kölner Dom - Kölner Dom vor historischer Wende: Soll Eintrittsgeld die Rettung bringen?

Kölner Dom könnte erstmals in seiner Geschichte Eintrittsgeld verlangen

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Die weltberühmte Kathedrale, die jährlich sechs Millionen Besucher anzieht, ist derzeit noch kostenlos zugänglich. Die ehemalige Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner hat den Plan scharf kritisiert und warnt, dass eine solche Maßnahme die öffentliche Funktion des Doms gefährde.

Die für den Dom verantwortlichen Stellen planen, die Gebühr in der zweiten Jahreshälfte einzuführen. Die genaue Höhe steht jedoch noch nicht fest. Schock-Werner bezeichnete den Schritt als "sehr problematisch" und befürchtet, dass dadurch der Zugang vor allem wohlhabenderen Besuchern vorbehalten bleibe.

Sie argumentierte, ein Eintrittsgeld untergrabe die Bedeutung des Doms für die Stadt Köln. Das Bauwerk, eine der bekanntesten katholischen Kirchen der Welt, beherbergt die Reliquien der Heiligen Drei Könige. Schock-Werner warnte zudem, dass eine Gebühr viele Besucher abschrecken und den Charakter der Stätte verändern könnte.

Obwohl sie den Bedarf an zusätzlichen Einnahmen anerkennt, betonte sie, dass finanzielle Zwänge nicht auf Kosten der Offenheit gehen dürften. Bisher wurden keine alternativen Finanzierungsmodelle vorgeschlagen.

Die Debatte über Eintrittsgelder geht weiter, ohne dass klare Alternativen in Sicht sind. Sollte die Gebühr eingeführt werden, wäre dies ein einschneidender Wandel für die sechs Millionen jährlichen Besucher. Die endgültige Entscheidung liegt bei den Verantwortlichen, die die Details noch festlegen müssen.

Quelle