Justizvollzugsanstalt Willich I wird zum modernen Resozialisierungszentrum ausgebaut
Tobias SchwarzJustizvollzugsanstalt Willich I wird zum modernen Resozialisierungszentrum ausgebaut
Justizvollzugsanstalt Willich I in Nordrhein-Westfalen wird deutlich erweitert – ein wichtiger Schritt zur Modernisierung des Strafvollzugs in der Region
Unter der Leitung des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW (BLB NRW) entsteht auf einem 27.000 Quadratmeter großen Gelände ein modernisierter Gefängniskomplex mit Platz für 768 Haftplätze. Zu den Neubauten zählen Haftgebäude, Werkstätten sowie ein multifunktionales Zentrum, das auf zeitgemäße Resozialisierungsprogramme ausgelegt ist.
Die Abrissarbeiten der älteren Anlagenteile wurden im Sommer 2023 abgeschlossen und ebneten den Weg für den Neubau. Bereits im Folgemonat begannen die Erdarbeiten, gefolgt vom schrittweisen Aufbau der Rohbauten für die neuen Gebäude.
In der zweiten Projektphase entsteht das Haftgebäude 2 mit 368 Zellen, das zudem eine sozialtherapeutische Abteilung und eine spezielle Behandlungsstation umfasst. Parallel dazu entstehen über 6.500 Quadratmeter Nutzfläche, darunter erweiterte Werkstätten und ein Multifunktionsgebäude.
Der modernisierte Komplex wird zudem eine große Sportanlage im Freien erhalten. Zwar sind die genauen Ausbildungsprogramme für Inhaftierte noch nicht detailliert bekannt, doch deuten Stellenausschreibungen auf Werkstätten für Druckmedien, Buchbinderei, Gartenbau und Gesundheitswesen hin. Diese Angebote sollen die berufliche Qualifizierung und Resozialisierung der Gefangenen fördern.
Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die Justizvollzugsanstalt Willich I über insgesamt 768 Haftplätze verfügen. Die neue Infrastruktur steht für einen Wandel hin zu einem modernen, resozialisierungsorientierten Strafvollzug in Nordrhein-Westfalen. Mit dem Fokus auf Werkstätten, Therapieeinheiten und Sportanlagen folgt das Projekt dem übergeordneten Ziel, die Chancen auf eine erfolgreiche Wiedereingliederung von Inhaftierten zu verbessern.






