13 March 2026, 00:07

Heidelberg Materials schließt Zementwerk Paderborn – Fokus auf CO₂-arme Produktion

Ein Diagramm auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "Die Vorteile der erhöhten Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht an die Mittelschicht gegangen", das die Produktivitätszunahme der letzten 35 Jahre zeigt und anzeigt, dass die Mittelschicht nicht davon profitiert hat.

Heidelberg Materials schließt Zementwerk Paderborn – Fokus auf CO₂-arme Produktion

Heidelberg Materials kündigt Schließung des Zementwerks in Paderborn an

Im Rahmen einer umfassenden Umstrukturierung in Europa wird Heidelberg Materials sein Zementwerk in Paderborn schließen. Die Entscheidung folgt auf einen deutlichen Rückgang der Zementverkäufe und die strategische Ausrichtung auf kohlenstoffarme Produktion. Vor Ort bleiben nur noch ein Steinbruch und ein Transportbetonwerk in Betrieb.

Am Standort Paderborn wurde seit 2022 ein innovativer, CO₂-armer Zement mit dem Namen Ternocem® im Pilotbetrieb getestet. Ein kleiner Drehrohrofen lief dort im Probebetrieb, doch die weitere Entwicklung wird nun an einen anderen Standort verlegt. Das Unternehmen hat die Produktion von Zement mit reduziertem CO₂-Ausstoß bereits an allen Standorten ausgebaut – damit entfällt die bisherige Sonderrolle Paderborns.

Von der Schließung sind 53 Mitarbeiter betroffen, für die mögliche Versetzungen in nahegelegene Werke geprüft werden. Die Maßnahme ist Teil des Plans von Heidelberg Materials, das europäische Produktionsnetzwerk zu optimieren. Trotz Rekordzahlen für das Jahr 2025 hat die Aktie des Konzerns in den vergangenen Monaten fast 18 Prozent an Wert verloren.

Auf einer Analystenkonferenz am 25. Februar 2026 dürften die Veränderungen näher erläutert werden. Trotz rückläufiger Absatzzahlen bei herkömmlichem Zement setzt das Unternehmen weiterhin auf nachhaltige Lösungen mit geringem CO₂-Fußabdruck.

Die Stilllegung des Paderborner Werks unterstreicht den strategischen Wandel von Heidelberg Materials hin zu einer klimafreundlicheren Produktion. Während der Steinbruch und die Betonaktivitäten weiterlaufen, wurde die Zementherstellung am Standort eingestellt. Betroffenen Beschäftigten bietet das Unternehmen mögliche innerbetriebliche Wechsel an andere Standorte an.

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