12 March 2026, 04:19

Hamm setzt auf neue Koordinatorin für faire Entwicklungspolitik und globale Partnerschaften

Ein Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen bis 2030 um etwa eine Gigatonne."

Hamm setzt auf neue Koordinatorin für faire Entwicklungspolitik und globale Partnerschaften

Die Stadt Hamm hat Annika Behrens zur neuen Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik ernannt. Sie trat die Stelle am 1. August 2025 an und konzentriert sich auf fairen Handel sowie nachhaltige Beschaffung innerhalb der Stadtverwaltung. Die Position ist Teil eines wachsenden Trends: Rund 50 deutsche Kommunen haben ähnliche Stellen geschaffen, um globale Partnerschaften zu stärken.

Behrens bringt Erfahrungen aus ihrer bisherigen Tätigkeit am UNESCO-Lehrstuhl der Technischen Universität Dortmund mit. Zudem studierte sie in Südspanien, wo sie ihre Spanischkenntnisse vertiefte – eine Fähigkeit, die ihr bei der Zusammenarbeit mit Mazatlán in Mexiko zugutekommen wird. Die Stelle wird von der Engagement Global gGmbH finanziert und vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt.

Die Position ist zunächst auf zwei Jahre angelegt, mit der Option einer zweijährigen Verlängerung. Behrens wird eng mit der Klimaschutzmanagerin der Stadt Hamm und der Steuerungsgruppe der Fairtrade-Town zusammenarbeiten. Zu ihren Aufgaben gehört es, Partnerschaften mit Städten des Globalen Südens – insbesondere mit Mazatlán – zu vertiefen, um fairen Handel und nachhaltige Praktiken zu fördern.

Hamm ist nicht die einzige Kommune, die eine solche Stelle einrichtet. Auch der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg verfügt über eine ähnliche Koordinatorin, was bereits zu gemeinsamen Projekten führte – etwa zur fairen Beschaffung von Solarmodulen mit Amsterdam, Köln und Städten des ICLEI-Netzwerks. Andere Kommunen wie Gießen setzen verwandte Initiativen um, etwa das Projekt Lernort im Park mit Swakopmund, auch wenn nicht alle über eigene Koordinatoren verfügen.

Behrens' Ernennung spiegelt ein bundesweites Bestreben wider, Entwicklungspolitik stärker in die lokale Verwaltung zu integrieren. Mit rund 50 Kommunen, die vergleichbare Positionen schaffen, liegt der Fokus auf dem Aufbau nachhaltiger und gerechter Partnerschaften. Ihre Arbeit in Hamm wird darauf abzielen, die Beziehungen zu Mazatlán zu festigen und gleichzeitig faire Handelsbedingungen sowie Klimaschutzmaßnahmen voranzutreiben.

Quelle