Großrazzia in Münster: Lohnbetrug und Untreue bei Bauunternehmen aufgedeckt
Tobias SchwarzGroßrazzia in Münster: Lohnbetrug und Untreue bei Bauunternehmen aufgedeckt
Großrazzia gegen Lohnbetrug und Untreue in Münster und Senden
In Münster und Senden läuft derzeit eine großangelegte Razzia gegen Lohnbetrug und Veruntreuung. Fast 110 Zollbeamte, 40 Bundespolizisten und Staatsanwälte durchsuchten in den frühen Morgenstunden mehrere Objekte. Drei Beschuldigte, darunter der 33-jährige Inhaber eines Bauunternehmens, müssen sich nun vor dem Landgericht Münster wegen schwerer Vorwürfe verantworten.
Die Aktion begann mit Haftbefehlen gegen drei Personen. Der Hauptverdächtige, ein 33-Jähriger, wurde in seiner Wohnung festgenommen, ebenso wie ein 61-jähriger Mitarbeiter. Eine 54-jährige Frau wird ebenfalls beschuldigt, an den Machenschaften beteiligt gewesen zu sein.
Sieben Immobilien – vier Wohnhäuser und drei Geschäftsräume – werden derzeit durchsucht. Spezialisierte Spürhunde des Zolls sind im Einsatz, um verstecktes Bargeld aufzustöbern. Den Ermittlern zufolge sollen die Beschuldigten Löhne vorenthalten, Gelder veruntreut und über ein nicht angemeldetes Bauunternehmen Betrug begangen haben.
Der Hauptverdächtige soll Mitarbeiter nicht bei der Sozialversicherung angemeldet und die fälligen Beiträge nicht abgeführt haben. Beweise dafür wurden bereits bei einer Durchsuchung seiner Wohnung im Jahr 2022 sichergestellt. Die Behörden gehen mittlerweile von einem mehrschichtigen Betrugssystem aus, zu dem auch gefälschte Unterlagen und nicht deklarierte Zahlungen gehören.
Die heutigen Razzien sind der vorläufige Höhepunkt einer seit Langem laufenden Ermittlung. Alle drei Beschuldigten befinden sich in Untersuchungshaft und müssen sich vor dem Landgericht Münster verantworten. Bei einer Verurteilung drohen ihnen hohe Strafen wegen Lohnbetrugs, Untreue und Verstößen gegen das Versicherungsrecht.






