28 April 2026, 12:32

Frauenfilmfestival feiert Widerstand, Solidarität und den Kampf um Gemeinschaftsland

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem Transparent, auf dem 'Solidarität und Feminismus' steht, die Straße entlang, mit parkenden Fahrzeugen am Straßenrand und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Frauenfilmfestival feiert Widerstand, Solidarität und den Kampf um Gemeinschaftsland

Das Internationale Frauenfilmfestival (IFFF) Dortmund/Köln hat eine weitere Ausgabe erfolgreich beendet und dabei Themen wie Widerstand, gemeinschaftliches Land und weibliche Solidarität in den Mittelpunkt gerückt. Das diesjährige Programm umfasste kraftvolle Dokumentarfilme, anregende Diskussionen und einen besonderen Fokus auf die erfahrene Kamerafrau Sophie Maintigneux.

Im Festivalbereich "Common Land" (Gemeinschaftsland) wurden Kämpfe gegen Privatisierung und Kolonialismus beleuchtet. Filme und Gespräche zeigten, wie Gemeinschaften sich Räume zurückerobern – von urbanen Gärten bis hin zu angestammten Territorien.

Eines der Highlights war ein vierstündiges Gespräch mit Sophie Maintigneux, Professorin an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB). Die erfahrene Kamerafrau blickt auf ihre frühen Karrierejahre zurück, als sie in Frankreich als eine von nur drei Kamerafrauen mit Éric Rohmer zusammenarbeitete. Zudem sprach sie über ihre Leidenschaft für den Dokumentarfilm, den sie wegen seiner kreativen Freiheit und der damit verbundenen Verantwortung schätzt.

Im Wettbewerb der Spielfilme wurden Werke wie "Nunkui" und "Gott wird nicht helfen" gezeigt, die sich mit weiblichem Widerstand und Solidarität beschäftigen. Dokumentarfilme wie "Unser Land, unsere Freiheit" und "Ôrí" setzten sich hingegen mit dem Kampf gegen koloniale Landnahme und Enteignung auseinander.

Ein weiterer Höhepunkt war ein Gespräch mit der Autorin Silvia Federici, bekannt durch "Caliban und die Hexe", die per Videolink zugeschaltet war. Sie erörterte die Verbindungen zwischen frühem Kapitalismus, der Unterdrückung von Frauen und historischen Hexenverfolgungen. In ihrem Dialog mit der Filmemacherin Athina Rachel Tsangari wurden zudem urbane Gemeinschaftsgärten als Keimzellen neuer sozialer Bewegungen thematisiert.

Über die Filmvorführungen hinaus brachte das Festival Kunst in den öffentlichen Raum. Gabriele Stötzers Kurzfilm "Veitstanz/Feixtanz" von 1988 wurde in Köln als Open-Air-Tanzperformance neu inszeniert und lud das Publikum zur Mitwirkung ein.

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Das diesjährige IFFF Dortmund/Köln verband Film, Aktivismus und Geschichte durch Erzählungen von Widerstand. Der Fokus auf gemeinschaftliches Land und weibliche Perspektiven bot sowohl Raum für Reflexion als auch für Inspiration. Veranstalter:innen und Besucher:innen gingen mit dem verstärkten Bewusstsein, wie Kino Machtstrukturen herausfordern und Räume zurückerobern kann.

Quelle