30 April 2026, 20:11

Forschungsprojekt POTUS sucht Lösungen für klimafreundlichen Stadtgüterverkehr

Güterzug fährt auf Schienen neben einer Stadtlandschaft mit Strommasten, Kabeln, Gebäuden, Bäumen, Gras und einem bewölkten Himmel.

Forschungsprojekt POTUS sucht Lösungen für klimafreundlichen Stadtgüterverkehr

Neues Forschungsprojekt sucht nach Wegen für nachhaltigeren Stadtgüterverkehr

Ein neues Forschungsvorhaben untersucht Möglichkeiten, den urbanen Gütertransport umweltfreundlicher zu gestalten. Unter der Leitung der Bergischen Universität Wuppertal konzentriert sich die Initiative auf lokale Lieferketten und kürzere Transportwege. Ziel ist es, Städten dabei zu helfen, Verkehrssysteme zu entwickeln, die Emissionen reduzieren und gleichzeitig die wachsende Nachfrage bedienen.

Das Projekt POTUS, koordiniert vom Lehrstuhl für Güterverkehrsplanung der Universität, analysiert, wie lokale Dienstleistungen den Lieferverkehr in Stadtteilen beeinflussen. Die Forscher:innen ermitteln, welche Gebiete den höchsten Güterverkehrsbedarf aufweisen und welche Gründe dahinterstecken. Faktoren wie ein hoher Anteil junger Bewohner:innen oder die spezifische Struktur von Stadtvierteln werden untersucht, um Liefermuster besser zu verstehen.

Zudem wird erforscht, wie Daten aus verschiedenen europäischen Ländern vergleichbar und effektiv nutzbar gemacht werden können. Mit Partner:innen aus Österreich, Schweden, Frankreich und Italien sowie deutschen Städten wie Düsseldorf und Wiesbaden strebt das Team einen einheitlichen Ansatz an. Allerdings erschweren Lücken in den verfügbaren Daten eine zielgenaue Planung – was den Bedarf an regelmäßigen Erhebungen und aktualisierten Informationen unterstreicht.

Das Projekt orientiert sich am Konzept der "15-Minuten-Stadt", bei dem wichtige Versorgungsleistungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad schnell erreichbar sind. Dieser Ansatz fördert Bequemlichkeit und verringert die Abhängigkeit von langstreckigem Güterverkehr. Durch die Fokussierung auf lokale Lieferketten hofft das Team, Emissionen zu senken und die Lebensqualität in Städten zu verbessern.

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Mit einer Förderung von rund 1,4 Millionen Euro aus dem EU-Programm "Driving Urban Transitions" sowie nationalen Quellen läuft das Vorhaben über mehrere Jahre. Die Ergebnisse könnten Städten helfen, den Güterverkehr effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Zudem könnten sie künftige Politiken im Bereich urbaner Logistik und Infrastrukturplanung prägen.

Quelle