05 April 2026, 04:09

Evonik schockt Anleger mit drastischer Gewinnwarnung – Aktie stürzt um 12 Prozent ab

Grafik der Börse mit einem roten Pfeil nach oben und einem grünen Pfeil nach unten, der einen abwärtsgerichteten Trend anzeigt, auf einem weißen Hintergrund mit Text oben und unten.

Evonik schockt Anleger mit drastischer Gewinnwarnung – Aktie stürzt um 12 Prozent ab

Evonik senkt Gewinnprognose für das dritte Quartal 2025 – Aktienkurs rutscht ab

Der Chemiekonzern Evonik hat seine Gewinnprognose für das dritte Quartal 2025 deutlich nach unten korrigiert, was zu einem Kursrutsch der Aktie führte. Das Unternehmen rechnet nun mit einem bereinigten operativen Gewinn (EBITDA) von nur noch 420 bis 460 Millionen Euro – deutlich unter den bisherigen Markterwartungen. Während Anleger verhalten reagieren, deuten jüngste Insiderkäufe von Führungskräften auf eine gewisse Zuversicht in der Unternehmensspitze hin.

Die überarbeitete Prognose wurde am 25. September 2025 bekannt gegeben und löste einen Kurssturz von 12 Prozent aus. Bis zum 5. April 2026 fiel der Evonik-Aktienkurs von 28,50 Euro auf 25,00 Euro – ein stärkerer Rückgang als bei Wettbewerbern wie BASF, deren Wertpapier im gleichen Zeitraum lediglich 3 Prozent verlor. Andere Chemieunternehmen wie Covestro verzeichneten kaum Bewegungen in ihren Aktienkursen.

Noch im Vorquartal hatte Evonik ein EBITDA von 577 Millionen Euro erwirtschaftet, sodass die neue Schätzung einen deutlichen Einbruch bedeutet. Analysten hatten ursprünglich ein EBITDA von rund 500 Millionen Euro für das dritte Quartal 2025 erwartet, doch die aktualisierte Prognose des Konzerns blieb deutlich dahinter zurück.

Trotz der schwachen Entwicklung zeigen zwei Führungskräfte mit eigenen Aktienkäufen Vertrauen in das Unternehmen. Claudine Mollenkopf, Mitglied des Vorstands, investierte Ende 2025 rund 95.875 Euro in 6.500 Evonik-Aktien. Zuvor hatte sie bereits im April 5.000 und im August 6.000 Anteile erworben. Auch Thomas Wessel, der langjährige Personalvorstand, kaufte im August 2.999 Aktien.

Das Finanzmagazin DER AKTIONÄR rät Anlegern, mit weiteren Investitionen zu warten, bis sich die Geschäftsentwicklung und die Aktienperformance von Evonik klarer erholen. Die jüngsten Insidertransaktionen nähren jedoch die Hoffnung, dass die operative Leistung des Unternehmens stärker sein könnte als der aktuelle Börsenwert vermuten lässt.

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Der Aktienkurs von Evonik bleibt nach der gesenkten Gewinnprognose unter Druck. Doch die Käufe durch Top-Manager könnten auf eine interne Erwartungshaltung hindeuten, dass sich das Unternehmen erholen wird. Vorerst scheinen Anleger jedoch auf konkretere Anzeichen einer Besserung zu warten, bevor sie sich stärker engagieren.

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