Chaos bei Oberliga-Spiel: Hooligans eskalieren – Polizei und Pyrotechnik stoppen die Partie
Nina HerrmannChaos bei Oberliga-Spiel: Hooligans eskalieren – Polizei und Pyrotechnik stoppen die Partie
Ein Oberliga-Spiel zwischen Rot-Weiß Ahlen und der SG Wattenscheid 09 ist in Chaos ausgeartet, nachdem Hooligans mit der Polizei aneinandergerieten. Die Partie wurde schließlich abgebrochen, als Pyrotechnik auf das Spielfeld geworfen wurde. Die Behörden haben inzwischen Ermittlungen wegen der Gewalt und der Sicherheitsmängel eingeleitet.
Die Ausschreitungen begannen, als Heimfans Pyrotechnik zündeten, während Gästefans im Stadion Böller explodieren ließen. Die Polizei griff ein, um eine direkte Konfrontation zwischen verfeindeten Hooligan-Gruppen zu verhindern. Trotz der Bemühungen der Beamten spitzte sich die Gewalt nach dem Spiel weiter zu.
Ahler Hooligans, unterstützt von Anhängern des niederländischen Vereins Zwolle, lieferten sich mit Polizeikräften innerhalb und außerhalb des Stadions Auseinandersetzungen. Ein Beamter erlitt eine leichte Armverletzung, nachdem er mit einer Eisenstange getroffen worden war. Die Unruhen griffen über das Stadiongelände hinaus auf nahegelegene Gleise über, wo etwa 40 Personen Schottersteine aufrissen und so eine vorübergehende Unterbrechung des Bahnverkehrs erzwangen.
Der Schiedsrichter brach das Spiel ab, nachdem ein weiterer Böller auf dem Platz gelandet war, und wertete die Partie für Wattenscheid. Drei Zwolle-Anhänger wurden festgenommen – zwei Erwachsene vorläufig in Gewahrsam genommen und ein Minderjähriger in Schutzhaft gebracht. Die Ermittler prüfen nun den Verdacht auf gewalttätigen Landfriedensbruch und Angriffe auf Polizeibeamte.
Bis zum 23. März 2026 wurden an anderen deutschen Stadien oder Sportevents keine weiteren Vorfälle dieser Art gemeldet. Der Spielabbruch und die anschließenden Festnahmen werfen jedoch Fragen nach den Sicherheitsvorkehrungen bei Spielen in unteren Ligen auf. Die Untersuchungen zu den Ausschreitungen und den Sicherheitslücken dauern an.






