Bergisch Gladbach sichert Industrieflächen mit neuem Vorkaufsrecht für nachhaltiges Wachstum
Tobias SchwarzBergisch Gladbach sichert Industrieflächen mit neuem Vorkaufsrecht für nachhaltiges Wachstum
Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat eine neue Verordnung vorgeschlagen, um Gewerbeflächen im Industriegebiet West langfristig zu sichern. Der Plan sieht ein Vorkaufsrecht für ein 18,8 Hektar großes Areal vor, das Teile der Zone zwischen der Innenstadt und Gronau umfasst. Mit diesem Schritt soll das nachhaltige Wachstum von Unternehmen und Arbeitsplätzen in der Region gesichert werden.
Im Mittelpunkt der Initiative steht ein zentraler Abschnitt des Industriegebiets West, zu dem auch das Gelände des Unternehmens Saint-Gobain Isover gehört. Die 11 Hektar große Fläche liegt verkehrsgünstig in Bergisch Gladbach und ist etwa halb so groß wie das benachbarte Zanders-Areal. Die Stadt möchte sicherstellen, dass sie das Gelände erwerben kann, falls Saint-Gobain sich zurückzieht – aktuell gibt es jedoch keine Verkaufspläne, und das Unternehmen investiert weiterhin in den Standort.
Die Beschäftigtenzahl am Standort Saint-Gobain Isover hat in den vergangenen Jahren geschwankt: Nach einem Rückgang von 220 auf 60 Mitarbeiter ist die Belegschaft mittlerweile wieder auf 75 Personen angewachsen. Die Stadt erhofft sich, durch die Ansiedlung arbeitsintensiver Betriebe im Gebiet neue Arbeitsplätze in der Nähe des Bahnhofs zu schaffen und das derzeit abgezäunte Isover-Gelände für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die geplante Verordnung umfasst zudem Flächen in der Nähe der Britannia Hütte und der Hermann-Löns-Straße.
Mit dieser vorsorglichen Maßnahme will Bergisch Gladbach die Grundstücke für die künftige wirtschaftliche Entwicklung sichern. Sie ermöglicht es der Stadt, bei Bedarf einzugreifen, um die gewerbliche Nutzung und Arbeitsplatzangebote zu erhalten. Der Vorschlag ist Teil einer umfassenden Strategie zur Stärkung der lokalen Wirtschaft.






