11 April 2026, 14:13

Antisemitische Beleidigungen und Gewalt erschüttern Kölner Fußballspiel

Männer spielen ein Handballspiel auf einem Platz während der Futsal-Weltmeisterschaft 2019 zwischen Bayern München und Paris Saint-Germain, mit Zuschauern im Hintergrund.

Sportverband bearbeitet Antisemitismus-Vorwürfe - Antisemitische Beleidigungen und Gewalt erschüttern Kölner Fußballspiel

Ein regionales Fußballspiel zwischen TuS Makkabi Köln und der zweiten Mannschaft von TFG 78 Nippes hat zu schweren Vorwürfen wegen antisemitischer Beleidigungen und Gewalt geführt. Die am 14. September ausgetragene Partie endete mit einem 7:2-Sieg für Makkabi – doch die Folgen haben nun ein Strafverfahren und sportrechtliche Konsequenzen nach sich gezogen.

TuS Makkabi Köln berichtete, dass mehrere Spieler während und nach dem Spiel antisemitischen Beschimpfungen ausgesetzt waren. Zwei von ihnen seien zudem von einem Gegner angespuckt worden, andere nach dem Schlusspfiff körperlich angegriffen worden.

Der Fußballverband Mittelrhein hat für den 10. Oktober eine Verhandlung vor dem Sportgericht an der Sportschule in Hennef angesetzt. Gegen sechs Personen wird ermittelt, darunter wegen verbaler Angriffe und Körperverletzung. TFG Nippes II wies die Vorwürfe zunächst zurück, erklärte sich später jedoch bereit, den Vorfall intern aufzuarbeiten.

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Bei der Staatsanwaltschaft Köln liegt zudem eine Strafanzeige (Aktenzeichen 121 Js 1993/25) wegen Beleidigung und Körperverletzung vor. Die Behörden rekonstruieren weiterhin den Hergang, um die genauen Abläufe zu klären.

Der Fall wird nun sowohl sportrechtlich als auch strafrechtlich geprüft. Die Anhörung am 10. Oktober soll die Vorwürfe bewerten, während die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft weiterlaufen. Über mögliche Strafen oder Anklagen wird erst nach Abschluss beider Verfahren entschieden.

Quelle