22 April 2026, 18:09

38.000 Unterschriften gegen neue ICE-Strecken: Bürger fordern Bahn-Revolution

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer von Bäumen gesäumten Straße in Berlin, einige halten Kameras, mit einem Gebäude und einem klaren Himmel im Hintergrund.

38.000 Unterschriften gegen neue ICE-Strecken: Bürger fordern Bahn-Revolution

Eine Petition, die eine grundlegende Überarbeitung der Bahnpläne Deutschlands fordert, hat fast 38.000 Unterschriften gesammelt. Die von lokalen Initiativen getragene Kampagne lehnt neue Hochgeschwindigkeitsstrecken ab und setzt sich stattdessen für die Modernisierung bestehender Trassen ein. Die Organisatoren warten nun auf eine Prüfung durch den Petitionsausschuss des Bundestags in den kommenden Monaten.

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Die unter dem Titel "Deutschlandfahrplan überdenken" gestartete Petition wurde von der Bürgerinitiative Widuland, dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband sowie Frauenverbänden aus Ostwestfalen ins Leben gerufen. Gemeinsam sammelten sie 31.000 Unterschriften auf Papier und 6.600 online aus dem gesamten Bundesgebiet. Ihre Forderung ist eindeutig: Die Pläne für neue Hochgeschwindigkeitsstrecken sollten fallen gelassen werden, stattdessen solle der Ausbau des bestehenden Netzes Vorrang haben.

Unterdessen hat die Bahn bereits zwölf mögliche Trassenkorridore für eine neue Strecke zwischen Hannover und Bielefeld vorgeschlagen. Würde die Verbindung realisiert, könnten Züge mit bis zu 300 km/h fahren und die Reisezeit von 48 auf 31 Minuten verkürzen. Gegner argumentieren jedoch, dass die Aufwertung bestehender Strecken kostengünstiger und klimafreundlicher wäre.

Als nächster Schritt steht nun die Prüfung durch den Petitionsausschuss in Berlin an. Bis die Angelegenheit offiziell auf die Tagesordnung kommt, könnten jedoch noch Monate vergehen.

Die Kampagne spiegelt den wachsenden Widerstand gegen die Bahnausbaupläne Deutschlands wider. Mit Zehntausenden, die einen Kurswechsel fordern, wird die Debatte über Hochgeschwindigkeitsstrecken versus Netzerweiterung weitergehen. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Verantwortlichen in der Politik.

Quelle