25 April 2026, 14:13

Zufit Simons The Fight Club feiert Uraufführung in Hannover – ein radikaler Tanz über Männlichkeit

Ein Buchumschlag mit einer leuchtenden Illustration einer Gruppe tanzender Frauen in dynamischen, synchronisierten Posen mit detaillierter Kleidung und Gesichtsmerkmalen.

Zufit Simons The Fight Club feiert Uraufführung in Hannover – ein radikaler Tanz über Männlichkeit

Die Choreografin Zufit Simon wird am 23. April ihr neuestes Werk The Fight Club beim Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover uraufführen. Das Stück markiert eine mutige Wende in ihrer künstlerischen Ausrichtung und setzt den Fokus auf Kampf und männliche Energie. Simon, 1980 in Israel geboren, prägt seit 25 Jahren mit ihrem scharfen, intensiven und oft witzigen Stil die zeitgenössische Tanzszene in Deutschland.

Simons Karriere war stets von Experimentierfreude und dem Überschreiten von Grenzen geprägt. 2019 brach ihr Solo Foams mit unchoreografierten Passagen, Stimmarbeit und technischer Verzerrung neues Terrain auf. Zwei Jahre später vereinte Strange Foreign Bodies (2020) Darsteller:innen unterschiedlicher Herkunft, Mentalitäten und Körperlichkeiten – und präsentierte sie nackt auf der Bühne.

Doch ihr Schaffen blieb nicht ohne Herausforderungen. 2016 strich das Niedersächsische Ministerium für Kunst und Kultur die konzeptionelle Förderung für ihre Projekte. 2024 musste das LOT-Theater, wo viele ihrer Stücke uraufgeführt wurden, wegen Insolvenz schließen. Trotz dieser Rückschläge setzte sie ihre Arbeit fort, unterstützt von Institutionen wie der artblau Tanzwerkstatt von Dietrich Oberländer in Braunschweig.

2025 erhielt Simon mit nur 45 Jahren den Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk. Bekannt für ihre präzise konturierten Bewegungen, ihren trockenen Humor und ihre kompromisslose Intensität, bleibt sie eine prägende Stimme des deutschen Zeitgenössischen Tanzes.

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The Fight Club eröffnet ein neues Kapitel in Simons künstlerischem Werdegang – eines, das rohe Körperlichkeit und Konfrontation in den Mittelpunkt stellt. Die Uraufführung beim Hannoveraner Festival folgt auf Jahre der Innovation, Förderkämpfe und kritischer Anerkennung. Ihr Einfluss auf den Independent-Tanz in Deutschland wächst weiter, selbst in einer Zeit, in der Spielstätten und Fördersysteme im Wandel begriffen sind.

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