Zoll stoppt unsichere Laserschweißmaschinen aus China wegen EU-Richtlinienverstoß
Jana BraunZoll stoppt unsichere Laserschweißmaschinen aus China wegen EU-Richtlinienverstoß
Zollbeamte in Arnsberg haben kürzlich eine Lieferung mit drei Laserschweißmaschinen aus China gestoppt – und zwar wegen schwerwiegender Sicherheitsbedenken. Die Geräte, die ein ortsansässiger Metallverarbeitungsbetrieb bestellt hatte, erfüllten nicht die strengen Anforderungen der EU-Maschinenrichtlinie.
Das Unternehmen hatte die Maschinen online erworben, nachdem es den chinesischen Lieferanten auf einer Messe kennengelernt hatte. Bei der Ankunft der Ware fielen den Zollbeamten fehlende Unterlagen und unvollständige Kennzeichnungen auf. Diese Mängel warfen die Frage auf, ob die Ausrüstung den Vorgaben der EU-Maschinenrichtlinie 2006/42/EG entspricht, die einheitliche Sicherheitsstandards im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum vorgibt.
Die Bezirksregierung Arnsberg, zuständig für die Marktüberwachung, unterstützte die Entscheidung des Zolls. Die Behörden kamen überein, dass die Maschinen ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellten und für den europäischen Markt ungeeignet waren. Dem Unternehmen wurde jedoch die Möglichkeit eingeräumt, die Mängel zu beheben.
In Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung und einem TÜV-Prüfverband nahm der Metallverarbeitungsbetrieb die notwendigen Anpassungen vor. Nach den Änderungen wurden die Maschinen erneut geprüft und beim zweiten Versuch zur Einfuhr freigegeben. Vergleichbare Regelungen auf Basis der EU-Richtlinie gelten bereits in der Schweiz und der Türkei.
Die Laserschweißmaschinen entsprechen nun den EU-Sicherheitsstandards und wurden für den Einsatz freigegeben. Der Fall zeigt, wie Zoll- und Marktüberwachungsbehörden die Einhaltung von Maschinenvorschriften durchsetzen, um Arbeitsunfälle zu verhindern. Unternehmen, die Industrieausrüstung importieren, müssen vor dem Versand die vollständige Konformität sicherstellen, um Verzögerungen zu vermeiden.






