30 May 2026, 12:07

Wohnungsbau in NRW: Mehr Genehmigungen, aber weniger Neubauten als je zuvor

Anzahl neuer Apartments auf niedrigstem Stand seit 2011

Wohnungsbau in NRW: Mehr Genehmigungen, aber weniger Neubauten als je zuvor

Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen bleibt trotz leichter Zunahme der Baugenehmigungen unter Druck

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Trotz eines leichten Anstiegs der Baugenehmigungen bleibt der Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen in der Krise. 2025 genehmigten die Behörden 44.905 Projekte – ein Plus gegenüber 40.554 im Vorjahr. Doch die Zahl der tatsächlich fertiggestellten Wohnungen sinkt weiter und verschärft die Sorge um den Wohnraummangel in der Region.

Der Rückgang bei den Neubauten ist dramatisch: 2024 ging die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Nordrhein-Westfalen deutlich zurück. Bei Einfamilienhäusern betrug der Einbruch fast 14 Prozent – nur noch 6.345 Einheiten wurden fertiggestellt. Zweifamilienhäuser verzeichneten einen noch stärkeren Rückgang um fast ein Fünftel auf 2.074 Gebäude. Selbst der traditionell stabilere Mehrfamilienhausbau verlor 4 Prozent, mit nur 21.575 fertigen Wohnungen.

Auch bundesweit ist die Lage alarmierend. Eine Studie des Pestel-Instituts geht von einem Fehlbestand von rund 1,4 Millionen Wohnungen in Deutschland aus, davon allein 376.000 in Nordrhein-Westfalen. Um diese Lücke bis 2030 zu schließen, müsste das Land jährlich etwa 94.000 Wohnungen bauen – ein Vielfaches der aktuellen Zahlen.

Hohe Zinsen und explodierende Baukosten bremsen seit Jahren den Fortschritt. Die Bundesregierung hat mit einer „Bauturbo“-Initiative reagiert, um Genehmigungsverfahren und Bauprozesse zu beschleunigen. Erste Erfolge zeigten sich im ersten Quartal 2025, als das Statistische Bundesamt einen Anstieg der Baugenehmigungen um fast 15 Prozent meldete.

Doch die aktuellen Zahlen zeigen: Zwar gibt es mehr Genehmigungen, doch beim tatsächlichen Bau tut sich wenig. Angesichts der riesigen Nachfrage und des begrenzten Angebots hält die Wohnungsnot in Nordrhein-Westfalen an. Ohne einen nachhaltigen Anstieg der fertiggestellten Projekte wird sich die Lücke in den kommenden Jahren weiter vergrößern.

Quelle