25 June 2026, 22:08

Wie Solingen Abschied nimmt: Vom Sarg zur Urne und pflegeleichten Gräbern

Zahl der Urnenbeisetzungen auf evangelischen Friedhöfen steigt

Wie Solingen Abschied nimmt: Vom Sarg zur Urne und pflegeleichten Gräbern

Bestattungskultur in Solingen hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich gewandelt

Sargbestattungen sind heute weitaus seltener geworden, während Urnenbeisetzungen stark zugenommen haben. Dieser Wandel spiegelt einen größeren Trend wider, wie Familien Absiedlungen und Trauerfeiern gestalten.

Noch 2014 waren Sarg- und Urnenbestattungen in den evangelischen Friedhöfen Solingens fast gleichauf. Bis 2022 entfielen bereits mehr als zwei Drittel aller Beisetzungen auf Urnen. Die Gesamtzahl der Bestattungen blieb dabei stabil – jährlich werden zwischen 800 und 850 Beisetzungen registriert.

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Die Friedhöfe bieten mittlerweile eine Vielzahl pflegeleichter Alternativen an, darunter Wiesengräber, Kolumbarien und Baumbestattungen. Besonders hervorzuheben sind das „Kunst- und Kultur“-Urnengrab auf dem Friedhof Kasinostraße sowie der „Garten der Hoffnung“ auf dem Friedhof Grünbaumstraße. Diese Grabstätten erfordern keine regelmäßige Pflege durch Angehörige, da die Friedhofsverwaltung gegen eine einmalige Gebühr die Instandhaltung übernimmt.

Eine weitere Neuerung ist die Öffnung der evangelischen Friedhöfe für Nichtmitglieder. Bisher standen diese Flächen ausschließlich Kirchenmitgliedern zur Verfügung. Ausführliche Informationen zu allen Bestattungsmöglichkeiten, Ansprechpartnern und Preisen sind auf der Website friedhoefe-solingen.de abrufbar.

Die Zunahme von Urnenbestattungen und pflegeleichten Grabformen zeigt eine klare Tendenz zu schlichteren, weniger aufwendigen Abschiedsritualen. Familien in Solingen haben heute mehr Wahlmöglichkeiten, während die Friedhofsverwaltungen zunehmend die Grabpflege übernehmen. Diese Entwicklungen haben das Bestattungswesen in der Stadt nachhaltig verändert.

Quelle