19 March 2026, 14:14

Vonovia meldet Rekordgewinne – doch Mieter zahlen die Zeche

Detailierte alte Karte von Weimar, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit begleitendem Text über die Bevölkerung und Merkmale der Stadt.

Vonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia meldet Rekordgewinne – doch Mieter zahlen die Zeche

Vonovia, Deutschlands größter Wohnungsvermieter, meldet starkes Wachstum im Jahr 2025

Das Unternehmen steigerte seine Erträge, erhöhte die Mieten und baute seine Bauprojekte aus, während es gleichzeitig weitere Vermögensverkäufe plant, um die Schulden zu reduzieren. Kritiker werfen Vonovia jedoch vor, die Wohnkosten übermäßig in die Höhe zu treiben, und fordern strengere Mieterschutzregelungen.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) stieg 2025 um 6,0 % auf 2,8 Milliarden Euro. Auch der bereinigte Nettogewinn kletterte um 5,3 % auf 1,54 Milliarden Euro. Treiber des Wachstums waren höhere Mieteinnahmen, zusätzliche Dienstleistungen und Immobilienverkäufe.

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Die Aktionäre können sich über eine Dividendenerhöhung um drei Cent auf 1,25 Euro pro Aktie freuen. Gleichzeitig stieg die durchschnittliche Miete im Vonovia-Portfolio auf 8,38 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von 4,6 % gegenüber 2024. Allein in Deutschland lag die Durchschnittsmiete bei 8,19 Euro pro Quadratmeter, fast 4 % höher als im Vorjahr.

Der Deutsche Mieterbund kritisierte das Unternehmen scharf und sprach von "drastischen Mieterhöhungen". Die Organisation forderte die Politik auf, bundesweit strengere Schutzmaßnahmen für Mieter einzuführen.

2025 vollendete Vonovia den Bau von 2.090 neuen Wohnungen, ohne jedoch eine regionale Aufschlüsselung zu nennen. Weitere 4.200 Einheiten befinden sich derzeit im Bau, und langfristig plant das Unternehmen, auf eigenem Grund mehr als 65.000 Wohnungen zu errichten. Bis Ende des Jahres verwaltete Vonovia rund 531.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich mit einem Portfolio-Gesamtwert von 84,4 Milliarden Euro.

Um die Schuldenlast zu verringern, verkaufte Vonovia 2025 bereits 2.333 Wohnungen und beabsichtigt, in den kommenden Jahren jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Einheiten zu veräußern. Zudem könnte das Unternehmen nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte sowie Minderheitsbeteiligungen veräußern, um seine Finanzstrategie umzusetzen.

Fazit: Höhere Gewinne, steigende Mieten, ehrgeizige Baupläne Die Bilanz 2025 zeigt, dass Vonovia seine Profite steigern und die Mieten erhöhen konnte, während das Bauprogramm voranschreitet. Um die Schulden zu senken, will das Unternehmen künftig tausende Wohnungen jährlich verkaufen – doch Mieterverbände drängen auf schärfere Mietpreisbremse. Die Aktionäre dürfen sich über eine leicht erhöhte Dividende bei der nächsten Ausschüttung freuen.

Quelle