Ukraine führt verpflichtende Widerstandsausbildung für Schüler und Studierende ein
Tobias SchwarzUkraine führt verpflichtende Widerstandsausbildung für Schüler und Studierende ein
Das ukrainische Parlament hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die nationale Verteidigung durch Bildung und Ausbildung stärken soll. Die Reform führt eine verpflichtende Widerstandsausbildung für Schülerinnen und Schüler sowie Studierende ein – unabhängig vom Geschlecht – und sieht gleichzeitig Ausnahmen für bestimmte Gruppen vor.
Das Gesetz schafft ein strukturiertes System zur nationalen Widerstandsausbildung. An Schulen wird das neue Fach Grundlagen des nationalen Widerstands eingeführt, ergänzt durch einen aktualisierten Kurs Verteidigung der Ukraine. Praktische Übungen umfassen Schießtraining mit scharfer Munition und interaktive Simulatoren, um realistische Fähigkeiten zu vermitteln.
Von der Ausbildung befreit sind Personen mit Behinderungen, eingeschränkter Arbeitsfähigkeit oder religiösen Bedenken gegen den Umgang mit Waffen. Die Ausbilder müssen strenge Qualifikationsanforderungen erfüllen und eine Zertifizierung absolvieren, bevor sie die Ausrüstung nutzen dürfen.
Das Gesetz regelt zudem die Aufgaben staatlicher Behörden bei der Organisation und Finanzierung des neuen Systems. Zusätzlich ermöglicht es der Luftwaffe, Ausrüstung und Munition vorübergehend an ausgewiesene Ausbildungsstätten zu überführen.
Ziel der Reform ist es, die Verteidigungsbereitschaft der Ukraine zu erhöhen, indem Bildung und praktische Ausbildung verknüpft werden. Spezialisierte Zentren sollen das Programm unterstützen, eine breite Teilnahme ermöglichen und gleichzeitig die vorgesehenen Ausnahmen berücksichtigen. Die Änderungen treten im Rahmen umfassender Maßnahmen zur Stärkung der nationalen Sicherheitsinfrastruktur in Kraft.






