Traditionsunternehmen Brüder Schlau stellt nach Insolvenz den Betrieb ein
Nina HerrmannTraditionsunternehmen Brüder Schlau stellt nach Insolvenz den Betrieb ein
Die Brüder Schlau Group, ein traditionsreiches deutsches Einzelhandelsunternehmen, stellt nach der Insolvenzantragstellung im Juni den Betrieb ein. Das vor über einem Jahrhundert gegründete Unternehmen betrieb die Möbelhauskette Hammer sowie die Heimwerkermärkte Schlau. Nun werden Teile des Unternehmens veräußert, was zu Filialschließungen und Stellenabbau führt.
Die Probleme des Unternehmens begannen, als die Muttergesellschaft Brüder Schlau GmbH & Co. KG im Juni Insolvenz anmeldete, wie zuerst die Wirtschaftswoche berichtete. In der Folge wird die gesamte Gruppe – einschließlich der Hammer-Möbelhäuser und der Schlau-Heimwerkermärkte – nun abgewickelt.
Rund 70 Hammer-Filialen werden endgültig geschlossen, während der Großhandelsbereich von Schlau komplett eingestellt wird. Allerdings konnten 93 Hammer-Standorte durch eine Übernahme der Investorengruppe ReThink gerettet werden. Diese Filialen bleiben geöffnet und sichern damit etwa 1.200 Arbeitsplätze.
Die Gruppe beschäftigte einst rund 3.900 Mitarbeiter in den Marken Hammer und Schlau. Derzeit laufen Verhandlungen mit den Betriebsräten, um Sozialpläne und Abfindungen für die betroffenen Beschäftigten zu vereinbaren. Zwar könnten einige Schlau-Heimwerkermärkte unter neuem Namen weitergeführt werden, doch stehen Details zu Standorten oder Zahlen noch aus.
1921 von den Brüdern Theodor und Wilhelm Schlau in Minden gegründet, blickt das Unternehmen auf eine lange Geschichte im deutschen Einzelhandel zurück. Nach mehr als einem Jahrhundert kommt nun das Aus für den Betrieb.
Die Insolvenz führt dazu, dass Dutzende Hammer-Filialen schließen und der Schlau-Großhandel vollständig eingestellt wird. Die verbleibenden 93 Hammer-Standorte werden unter neuer Führung weitergeführt und behalten rund 1.200 Mitarbeiter. Gespräche über Abfindungen und Arbeitsplatzgarantien für andere Beschäftigte laufen noch.






