Südwestfalens Wälder kämpfen ums Überleben – ein Projekt will sie retten
Tobias SchwarzSüdwestfalens Wälder kämpfen ums Überleben – ein Projekt will sie retten
Wälder in Südwestfalen leiden schwer unter Klimawandel, Schädlingen und schlechten Bodenverhältnissen
Ein neues Projekt namens ReForm-regioWald soll nachhaltige Lösungen für die Aufforstung in der Region entwickeln. Forscher und Umweltschutzorganisationen arbeiten gemeinsam an der Bewältigung der Krise.
Südwestfalen zählt zu den am stärksten von Waldschäden betroffenen Gebieten Deutschlands. Extreme Wetterereignisse, Borkenkäferplagen und übermäßiger Wildbestand haben die Bäume geschwächt, während jahrzehntelange Fichten-Monokulturen die Wälder anfällig gemacht haben. Bodenuntersuchungen zeigen alarmierend niedrige pH-Werte – teilweise unter 3 –, was zu Nährstoffverlust und Schwermetallbelastung führt.
Das Projekt ReForm-regioWald zielt darauf ab, die Wälder ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich tragfähig wiederherzustellen. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Initiative REGULUS gefördert. Zu den wichtigsten Partnern gehören Wald und Holz NRW, der Arbeitskreis Biologischer Umweltschutz Kreis Soest und die Biologische Station Hochsauerlandkreis.
Forscher des Fachbereichs Agrarwirtschaft der Hochschule Südwestfalen leiten das Vorhaben. Ihr Ziel ist es, Aufforstungsstrategien zu entwickeln, die künftigen Bedrohungen wie Stürmen, Schädlingen und Klimaveränderungen standhalten.
Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Sanierung geschädigter Wälder und die Bewältigung langfristiger Herausforderungen. Durch die Verbindung von wissenschaftlicher Forschung und praktischem Naturschutz will das Team widerstandsfähige Waldökosysteme aufbauen. Bei Erfolg könnte das Projekt als Modell für andere Regionen dienen, die mit ähnlichen Waldschäden kämpfen.






