18 June 2026, 08:06

Streit um Waldrodung: Grünen nennen geplante Abholzung in Münster "ökologische Sünde"

Streit um geplante Entwaldung in Münster: 'Ersatzaufforstungen' reichen nicht

Streit um Waldrodung: Grünen nennen geplante Abholzung in Münster "ökologische Sünde"

Ein Bauunternehmen aus Münster plant die Erweiterung seines Betriebsgeländes um 2,5 Hektar. Dafür soll ein Mischwald gerodet werden, zu dem auch alte Laubbäume und Douglasien gehören. Die örtlichen Grünen lehnen das Vorhaben vehement ab und bezeichnen es als ökologischen Fehler.

Der Wald dient derzeit als natürlicher Staubfilter für benachbarte Kasernen, bietet Erholungsraum und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. Die Grünen argumentieren, dass Ausgleichsmaßnahmen wie Neuanpflanzungen das verlorene Ökosystem nicht vollständig ersetzen können.

Vertreter der Partei haben die Gemeinderäte aufgefordert, das Gelände vor einer Entscheidung über die Rodung zu besichtigen. Angesichts der Klimakrise und des Artensterbens bezeichnen sie die geplante Abholzung als „ökologische Sünde“. Um Unterstützung zu mobilisieren, will die Partei eine Online-Petition auf OpenPetition für den Erhalt des Waldes starten.

Die geplante Erweiterung würde einen Wald zerstören, der sowohl der Umwelt als auch den Anwohnern zugutekommt. Mit ihrer Petition hoffen die Grünen auf breite öffentliche Rückendeckung, um die Rodung zu stoppen. Die endgültige Entscheidung des Gemeinderats steht noch aus.

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