19 April 2026, 16:09

Stellantis-Händler fordern mehr Unterstützung für sinkende Restwerte und Garantieprobleme

Außenansicht eines Citroën-Händlergeschäfts mit Glaswänden und -türen, einer Straße davor und einem klaren blauen Himmel.

Stellantis-Händler fordern mehr Unterstützung für sinkende Restwerte und Garantieprobleme

Händler der Marken Citroën, DS und Peugeot trafen sich kürzlich in Köln mit Führungskräften des Stellantis-Konzerns, um drängende Herausforderungen zu erörtern. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Steigerung der Rentabilität, die Vereinfachung von Garantieabwicklungen sowie die Sorge um sinkende Restwerte. Alle drei Marken bereiten sich nun darauf vor, bis 2026 ihre Verkäufe in Deutschland deutlich auszubauen.

Rund 300 Händler nahmen an der Veranstaltung teil und thematisierten dabei zentrale Probleme wie schrumpfende Gewinne, steigende Betriebskosten und Engpässe bei Ersatzteilen. Viele äußerten zudem Bedenken hinsichtlich der fallenden Wiederverkaufswerte junger Leasingrückläufer. Bei einer Umfrage unter fast 200 Citroën- und Peugeot-Händlern sprachen sich über 90 Prozent für Leasingmodelle mit herstellergestützten Restwerten oder garantierten Rückkaufoptionen aus.

Stellantis reagierte mit der Ankündigung von Verwaltungsvereinfachungen bei Garantieansprüchen und einer deutlichen Aufstockung des Außendienstpersonals. Citroën hat bereits die Garantiezeiten auf bis zu acht Jahre verlängert – sowohl für Verbrenner als auch für Elektrofahrzeuge. Die Händler hoffen nun, dass Peugeot diesem Beispiel folgt, zumindest bei seinen Modellen mit Verbrennungsmotor.

Um akute Herausforderungen zu bewältigen, startet Peugeot gemeinsam mit der Stellantis Financial Services eine kurzfristige Unterstützungsaktion für junge Leasingrückläufer. Gleichzeitig versprach der Konzern konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Liquidität, wobei mit Rentabilitätssteigerungen ab 2026 gerechnet wird.

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Die Händler forderten zudem eine Aussetzung der SOS-Service-Standards, eine bessere Ersatzteilverfügbarkeit und nachhaltigere finanzielle Unterstützung. Ihre Forderungen spiegeln größere Sorgen um die Marktstabilität wider sowie den Bedarf an Remarketing-Strategien, die den aktuellen Gegebenheiten Rechnung tragen.

Das Treffen in Köln ebnete den Weg für Veränderungen, die die Händlernetzwerke stärken und die Verkäufe in ganz Deutschland ankurbeln sollen. Die von Stellantis geplanten Vereinfachungen und der Ausbau der Dienstleistungen zielen darauf ab, die operativen Belastungen zu verringern, während verlängerte Garantien und Restwertgarantien das Marktvertrauen stärken könnten. Nun geht es darum, diese Maßnahmen vor dem für 2026 geplanten Verkaufsschub umzusetzen.

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