Spektakuläre Verfolgungsjagd an niederländischer Grenze endet mit Reizgas-Einsatz
Nina HerrmannSpektakuläre Verfolgungsjagd an niederländischer Grenze endet mit Reizgas-Einsatz
Hochgeschwindigkeitsjagd nahe niederländischer Grenze führt zu Gefahrguteinsatz in Mindergangelt
Eine spektakuläre Verfolgungsjagd in der Nähe der niederländischen Grenze am Mittwochabend löste in Mindergangelt einen Einsatz mit gefährlichen Stoffen aus. Rettungskräfte, darunter Feuerwehrleute und Chemikalien-Spezialisten, eilten zum Ort des Geschehens, nachdem Polizisten mit einem Reizgas in Kontakt gekommen waren. Das Gebiet um den Wildpark Gangelt wurde vorsorglich teilweise abgesperrt.
Die Verfolgung hatte begonnen, als die deutsche Bundespolizei und die niederländische Koninklijke Marechaussee versuchten, ein Fahrzeug nahe der Grenze zu stoppen. Während der Flucht warf ein Insasse mehrere Kanister mit einer unbekannten Flüssigkeit aus dem Fahrzeug. Einer der Behälter setzte später eine Wolke des Reizgases frei, das über die Belüftung in die Streifenwagen gelangte. Beamte vor Ort klagten daraufhin über Atemnot und Hustenreiz.
Spätere Untersuchungen ergaben, dass es sich bei der Flüssigkeit in den Kanistern um Benzin handelte, mit dem die Flüchtigen ihr Fahrzeug während der Verfolgung betankt hatten. Unterdessen wurden etwa zehn Personen – größtenteils Einsatzkräfte – von Rettungssanitätern untersucht, vor Ort behandelt und anschließend wieder entlassen.
Rund 70 Rettungskräfte unter der Leitung des Gemeindebrandinspektors Günter Paulzen sicherten das Gelände etwa zwei Stunden lang. Die betroffenen Beamten wurden isoliert, während Feuerwehrleute in Schutzkleidung eine erste Lagebeurteilung vornahmen. Der Bereitstellungsraum der Feuerwehr wurde auf den Parkplatz des Wildparks verlegt, und der Zugang bis zum ersten Parkbereich wurde gesperrt.
Bei dem Vorfall gab es keine schweren Verletzungen, allerdings mussten mehrere Einsatzkräfte medizinisch versorgt werden. Die Behörden bestätigten, dass das Reizgas aus den von den Flüchtigen weggeworfenen Kanistern stammte, weitere Gefahrenquellen wurden jedoch nicht festgestellt. Die Ermittlungen zur Verfolgungsjagd und der Freisetzung des Stoffs dauern an.






