SPD Solingen attackiert CDU wegen Glasfaserprojekt: "Nur heiße Luft?"
Tobias SchwarzSPD Solingen attackiert CDU wegen Glasfaserprojekt: "Nur heiße Luft?"
Die beiden SPD-Vorsitzenden aus Solingen haben die örtliche CDU wegen eines Glasfaserausbauprojekts scharf kritisiert. Manfred Ackermann und Sabine Vischer-Kippenhahn werfen der Partei vor, sich mit einer Initiative zu schmücken, die maßgeblich von SPD-Bürgermeister Tim Kurzbach vorangetrieben werde. Eine Partei, die wirtschaftliche Kompetenz für sich beanspruche, müsse mehr liefern als populistische Rhetorik, so die Kritik.
Bürgermeister Tim Kurzbach hat in den vergangenen Monaten entscheidende Schritte unternommen, um Solingen im digitalen Zeitalter nicht den Anschluss verlieren zu lassen. Das Glasfaserprojekt soll schnelles Internet für Haushalte und Unternehmen in der gesamten Stadt bereitstellen. Während die SPD den Ausbau grundsätzlich unterstützt, stellt sie die Einbindung privater Akteure infrage.
Ackermann und Vischer-Kippenhahn betonten die Bedeutung einer zuverlässigen digitalen Infrastruktur. Gleichzeitig wiesen sie darauf hin, dass die politische Sommerpause oft ungewöhnliche oder halbgar ausgearbeitete Ideen in den Vordergrund rücken lasse. Ihre Äußerungen stehen im Kontext der jüngsten Ankündigung von CDU-Chef Friedrich Merz, wonach es künftig lokale Kooperationen mit der AfD geben solle.
Der Glasfaserausbau bleibt ein zentrales Projekt für die Entwicklung Solingens. Die Kritik der SPD richtet sich dabei weniger gegen die Initiative selbst als vielmehr gegen den Umgang der CDU damit. Die Debatte spiegelt die größeren Spannungen wider, die in der Kommunalpolitik um Zuständigkeiten und politische Ausrichtung herrschen.






