SPD in Solingen kämpft um Erhalt von Kirchen und Gemeindezentren bis 2035
Jana BraunSPD in Solingen kämpft um Erhalt von Kirchen und Gemeindezentren bis 2035
Neue SPD-Arbeitsgruppe in Solingen will Zukunft von Kirchen und Gemeindezentren mitgestalten
In Solingen hat sich eine neue Arbeitsgruppe der SPD gebildet, um die Zukunft der örtlichen Kirchen und Gemeindezentren mitzuprägen. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund von Plänen der Evangelischen Kirche in der Stadt, bis 2035 fast die Hälfte ihrer Standorte zu schließen. Bürgerinnen und Bürger sowie Kirchengemeinden zeigen bereits großes Interesse an der Thematik – bei jüngsten Informationsveranstaltungen war die Beteiligung hoch.
Aktuell betreut die Evangelische Kirche in Solingen 13 Kirchen und neun Gemeindezentren. Nach dem aktuellen Vorschlag sollen bis 2035 jedoch nur noch etwa die Hälfte dieser Einrichtungen erhalten bleiben. Besonders gefährdet sind die Christuskirche mit ihrem Gemeinschaftszentrum Rupelrath, die Evangelische Kirche Mangenberg samt dem Gemeindehaus Corinthstraße sowie die Evangelische Stadtkirche Mitte, deren Status allerdings als Sonderfall gilt. Die endgültigen Beschlüsse wird die Synode im März 2026 fassen; die Umsetzung ist ab 2027 vorgesehen.
Die SPD-Arbeitsgruppe, der Vertreter sowohl evangelischer als auch katholischer Gemeinden angehören, traf sich erstmals zu einer gut besuchten Sitzung. Ziel der Gruppe ist es, als Vermittlerin zwischen Kirche und Kommunalpolitik zu wirken. Themen wie Baunutzungsvorschriften für Umwidmungen oder der mögliche Verlust sozialer und kultureller Angebote bei Schließungen stehen dabei im Fokus. Florian Pinnow, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, betonte, dass Kirchen und ihre Gemeinschaftsräume eine zentrale Rolle in den Stadtteilen spielten – als wichtige Anlaufstellen für soziale Dienstleistungen und kulturelle Aktivitäten.
Das Thema stößt in der Öffentlichkeit bereits auf große Resonanz. Eine kürzlich vom Evangelischen Kirchenkreis organisierte Informationsveranstaltung verzeichnete regen Zulauf und zeigte, wie sehr der Bevölkerung die Zukunft dieser Orte am Herzen liegt. Die SPD hat zugesagt, sich weiter aktiv einzubringen, da die anstehenden Entscheidungen langfristige Auswirkungen auf das städtische Leben in Solingen haben werden.
Die Arbeitsgruppe wird den Prozess weiterhin begleiten und sich für Lösungen einsetzen, die sowohl den Bedürfnissen der Kirche als auch denen der Bürgerschaft gerecht werden. Da die endgültigen Weichenstellungen noch Jahre entfernt sind, rechnet die SPD damit, dass die Debatte über Schließungen und Umnutzungen ein zentrales Thema für Solingens Einwohnerinnen, Einwohner und lokale Verantwortungsträger bleiben wird. Am Ende wird sich zeigen, welche Kirchen und Zentren bestehen bleiben – und wie sich ihre Aufgaben im kommenden Jahrzehnt verändern könnten.
SPD's Working Group Addresses Church Closures and Community Impact
The SPD working group has intensified its focus on preserving community ties amid church closures. Key developments include:
- Florian Pinnow warned that losing church-led social work could create 'painful gaps' in local neighborhoods.
- The group was formed just days before a major Evangelical Church information event on February 2026.
- Plans to repurpose buildings now involve urgent discussions about maintaining social services.






