Solinger Kirchen suchen Lösungen für leerstehende Gebäude und bürokratische Hürden
Theo SchmitzSolinger Kirchen suchen Lösungen für leerstehende Gebäude und bürokratische Hürden
Kirchengemeinden in Solingen vor wachsender Herausforderung: Umnutzung oder Umbau ihrer Gebäude
Kirchengemeinden in Solingen stehen vor einer immer größeren Aufgabe, da sie ihre Gebäude umwidmen oder umbauen möchten. Während viele evangelische und katholische Gruppen nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für stillgelegte Räumlichkeiten suchen, hat sich die SPD-Fraktion im Stadtrat für eine stärkere Unterstützung durch die Kommune eingesetzt. Ihr Vorschlag zielt darauf ab, die Verfahren zu vereinfachen und bürokratische Hürden für die betroffenen Gemeinden abzubauen.
Die Initiative der SPD sieht die Einrichtung einer eigenen Koordinierungsstelle innerhalb der Stadtverwaltung vor. Diese soll als zentrale Anlaufstelle fungieren und den Gemeinden helfen, sich in Bauvorschriften und Denkmalschutzbestimmungen zurechtzufinden. Zudem soll eine Arbeitsgruppe aus Politikern und Beamten gebildet werden, die Projekte begleitet und die Zusammenarbeit zwischen Rat, Verwaltung und Kirchen erleichtert.
Die Partei hat einen gemeinsamen Antrag an den Planungsausschuss und den Stadtrat eingereicht und alle demokratischen Fraktionen aufgefordert, sich hinter den Plan zu stellen. Zwar kann die Stadt keine finanzielle Hilfe leisten, doch betont die SPD die Notwendigkeit praktischer Unterstützung – etwa durch die Klärung rechtlicher Anforderungen und den Abbau von Bürokratie.
Anregungen für solche Vorhaben liefert derzeit die Ausstellung „Kirchen als vierte Orte“ in der Lutherkirche. Die Schau zeigt kreative Beispiele, wie ehemalige Kirchengebäude umgenutzt wurden, und bietet so konkrete Anknüpfungspunkte für Gemeinden, die ähnliche Veränderungen erwägen.
Wird der SPD-Vorschlag angenommen, entsteht ein strukturiertes Unterstützungssystem für Kirchen, die ihre Gebäude anpassen möchten. Die Koordinierungsstelle und die Arbeitsgruppe sollen den Gemeinden helfen, machbare Pläne umzusetzen und bürokratische Verzögerungen auf ein Minimum zu reduzieren. Nun kommt es auf die Zustimmung der anderen Ratsfraktionen an.






