Solingen wählt: Warum die EU-Entscheidungen am 9. Juni die Stadt verändern werden
Theo SchmitzSolingen wählt: Warum die EU-Entscheidungen am 9. Juni die Stadt verändern werden
Solingens Wähler gehen am 9. Juni an die Urnen, um ein neues EU-Parlament zu wählen. Über 113.000 Einwohner sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben – darunter tausende Erstwähler. Die Entscheidungen der EU-Abgeordneten prägen das Leben in der Stadt direkt, von Umweltprojekten bis hin zu Berufsausbildungsprogrammen.
In den vergangenen Jahren hat die EU massiv in Solingen investiert. Mehr als acht Millionen Euro an Fördergeldern flossen in lokale Vorhaben, etwa in die Neugestaltung der Düsseldorfer Straße und des Ohliger Marktplatzes, für die rund 2,3 Millionen Euro bereitgestellt wurden. Weitere 340.000 Euro dienten der Umwandlung von Schulhöfen in grünere Freiflächen, während 400.000 Euro im Rahmen des Baumkonzepts Solingen die Pflanzung von über 100 Bäumen finanzierten.
Junge Wähler spielen bei dieser Wahl eine Schlüsselrolle. Zum ersten Mal dürfen 2.685 Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren ihre Stimme abgeben – zusammen mit 9.437 weiteren Erstwählern. Der Einfluss der EU reicht bis in ihren Alltag: von Verboten für Einwegplastik bis hin zu Programmen, die jungen Menschen den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern.
Die Stimmabgabe ist sowohl persönlich in den Wahllokalen als auch per Briefwahl möglich. Anträge für die Briefwahl müssen bis zum 7. Juni, 18:00 Uhr, eingereicht werden.
Die Wahl entscheidet mit, wie die EU-Politik Solingen künftig prägt. Die Förderung von Stadtentwicklung, Umweltprojekten und Jugendbeschäftigung hängt vom neu gewählten Parlament ab. Alle Wahlberechtigten haben bis zum Wahltag Zeit, ihre Entscheidung zu treffen.






